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Die Natur hat die besten Ideen
Von Stefan Knopp
Kardinal-Frings-Gymnasium präsentiert naturwissenschaftliche Projekte
Beuel-Limperich. Erstaunlich, welche Ideen sich die Wissenschaft von der Natur abgeguckt hat. Der Kopf der Libelle etwa scheint eigentlich zu groß und schwer für den zierlichen Körper zu sein. "Man stellte fest, dass sie ihren Kopf mit einem Verschlussmechanismus am Körper befestigen kann", erläuterte Caroline (15) aus der Klasse 9 b des Kardinal-Frings-Gymnasiums (KFG).
Diesen habe man sich zum Vorbild für das sehr stabile Pilzkopfband genommen. Es sei effektiver als der Klettverschluss - der ja wiederum dem Haftprinzip der Klette nachempfunden ist. Für ihren Solo-Auftritt beim Bühnenprogramm des KFG-Patriziumfestes am Freitag erhielt Caroline lauten Applaus.
Aber auch die anderen Vorträge kamen gut an: Eine Gruppe von Schülern erläuterte, wie Jean Bernard Léon Foucault mit Dreh- und Endspiegel einst die Lichtgeschwindigkeit ermittelte, indem sie selber Laser, Lichtquant, Spiegel und Zielschirm darstellten, und der 13-jährige Frederik aus der 7 b spielte den Bonner Wissenschaftler August Kekulé, der in einem Traum die Sechseck-Struktur der Kohlenstoff-Atome in Benzol erkannt haben soll.
Das Fest stand mit dem Motto "Brüche im Weltbild" im Zeichen der Naturwissenschaft. Zahlreiche Projekte wurden vorgestellt: Ein Experiment zur Highspeed-Fotografie, die Schaltung einer Fußgängerampel, Präsentationen zum Thema "Fast Food - der Alltag unseres Lebens" und vieles mehr aus den Bereichen Physik, Chemie und Biologie waren zu sehen. Die Besucher konnten sich auch über das Armenienprojekt informieren, beim Schulsanitätsdienst den Blutdruck messen lassen und in der Aula zur Entspannung der Aufführung der Tanz-AG "KFG in motion" beiwohnen.
Erstmals verlieh der Förderverein den Kardinal-Frings-Sozialpreis. Vorsitzende Martina Brüssel überreichte ihn den Streitschlichtern des Gymnasiums unter der Leitung von Barbara Kreuser und Achim Strohmeier. Die betreffenden Schüler wurden "für ihr besonderes Engagement" ausgezeichnet.
Auf dem Hof, etwas abseits gelegen, traf man auch auf Philipp (12), Jonathan (11) von der Roboter-AG. Sie hatten ein kleines Fußballfeld mit bunten Bällen darin aufgebaut und ließen zwei kleine Roboter gegeneinander antreten. "Die haben wir selbst gebaut und programmiert", berichtete Philipp. "Sie merken, ob etwas vor ihnen ist, wenn es eine gewisse Helligkeit hat, und weichen aus. Und wenn wir Glück haben, treffen sie auch mal einen Ball."
Artikel vom 15.06.2009
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