"Knollen" am Telekom Dome : Bürger ärgert "Dreistigkeit der Stadt" | GA-Bonn

"Knollen" am Telekom Dome

Bürger ärgert "Dreistigkeit der Stadt"

BONN.  Erst verlieren die Telekom Baskets das Play-Off-Heimspiel gegen Bamberg, und dann auch noch ein Knöllchen kassiert. Diese Pechsträhne ärgerte Marc Eichborn derart, dass er sich am späten Mittwochabend an den Computer setzte und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch eine geharnischte E-Mail schrieb.

Der erzürnte Bürger wirft der Stadt Dreistigkeit vor. "Seit 17 Spieltagen parken Autos rund um den Telekom Dome, und die Stadt unternimmt nichts gegen die Falschparker. Jetzt war vor dem Spiel klar, dass die Halle mit mehr als 6000 Zuschauern ausverkauft war und viele Autos verkehrswidrig parken werden. Da hat die Stadt nichts Dringlicheres zu tun, als die Zuschauer abzukassieren. Das empfinde ich als Frechheit der Stadt gegenüber den Bürgern", ärgerte sich Eichborn gestern noch.

An seiner Windschutzscheibe flatterte am Mittwochabend ein Knöllchen in Höhe von 25 Euro, weil er verbotswidrig auf dem Grünstreifen am Rande der Ulrich-von-Hassell-Straße auf dem Hardtberg geparkt hatte. "Ich habe niemanden behindert. Der Streifen dient nicht als Gehweg, eher als Hundeklo. Ich werde die 25 Euro zahlen, aber es bleibt ein bitterer Nachgeschmack", sagte Eichborn dem General-Anzeiger.

Das Presseamt erklärte gestern, dass der Stadtordnungsdienst dort seit Inbetriebnahme der Spielstätte in enger Absprache mit dem Veranstalter Kontrollen durchführt, um ein Verkehrschaos zu vermeiden und die Anwohner zu schützen. Dabei würden parkplatzsuchende Autofahrer bereits bei der Anfahrt über legale Parkplätze informiert. Auch am besagten Abend seien wieder Beschwerden von Anwohnern eingegangen.

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