Aufmarsch von Neonazis am 1. Mai: Breiter Protest in Bonn - 26 Gegenveranstaltungen angemeldet | GA-Bonn

Aufmarsch von Neonazis am 1. Mai

Breiter Protest in Bonn - 26 Gegenveranstaltungen angemeldet

Bonn.  Eine von Rechtsextremisten für den 1. Mai in Bonn geplante Demonstration hat einen breiten Protest Bürgern der Stadt und aus der weiteren Umgebung ausgelöst. Bis zum Freitag waren nach Angaben von Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa 26 Gegenveranstaltungen angemeldet worden.

12. Juli 2008: Begleitet von einer Hundertschaft der Polizei ziehen Neonazis durch Bonn. Mehrere tausend Menschen demonstrieren gegen den Aufmarsch von Rechtsextremen. Foto: dpa

Die Polizei habe in Verhandlungen erreicht, dass die Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf der traditionellen Route in der Bonner Innenstadt stattfinden könne. Die Neonazis werden nun rechtsrheinisch im Stadtteil Beuel über eine 1,6 Kilometer lange Route ziehen. Dabei seien ihnen umfassende Auflagen erteilt worden. Die Polizei rechnet mit rund 300 Teilnehmern aus dem rechten Lager.

Schüler, Künstler, Sportler, Gewerkschafter und viele andere haben sich zusammengeschlossen, um gegen den Aufmarsch der Rechten zu protestieren. Die Polizei schütze und unterstütze diesen friedlichen Protest ausdrücklich, sagte Brohl-Sowa. Die Polizei stehe vor einem schwierigen Einsatz. Es gebe Hinweise, dass am 1. Mai auch Mitglieder der linksautonomen Szene nach Bonn reisen werden. Die genaue Zahl der eingesetzten Polizisten wurde nicht genannt. Es seien aber weit mehr als 1000, hieß es.

Ausführliche Berichterstattung in der Wochenendausgabe des General-Anzeigers.

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