Bonner bekommen Sozialticket

BONN. 
Der Rat hat geschlossen der Einführung eines Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) zugestimmt. Der "MobilPass" für Bedürftige soll ab 1. März 2012 gelten und wird vom Land NRW bezuschusst.

Ein Viererticket kostet je nach Tarifzone 4,60 Euro (Zone 1a) bis 22,40 Euro (Zone 5). Für ein Monatsticket werden 25,70 bis 69,10 Euro fällig. Die rabattierten Fahrkarten werden allen Nutzern angeboten, die bisher mit dem Bonn-Ausweis unterwegs waren. Der "MobilPass" ist rund um die Uhr gültig und auf andere Berechtigte übertragbar.

Werktags nach 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen darf der Nutzer einen Erwachsenen und bis zu drei Kindern mitnehmen. Anders als beim Bonn-Ausweis soll es aber keine Kinderermäßigung geben. "Wir erwarten von der Verwaltung Vorschläge, wie Verschlechterungen verhindert werden können", erklärte Werner Esser (SPD) im Rat. Auch die Linkspartei sieht Handlungsbedarf.

Im Januar seien dazu Gespräche geplant, betonten CDU und Grüne. "Wir wollen von der Verwaltung einen Vorschlag, der auch die Haushaltssituation der Stadt berücksichtigt", sagte Dorothee Paß-Weingartz (Grüne). Das Sozialticket entlastet den Bonner Etat. Bisher überweist die Stadt den Stadtwerken jährlich 2,6 Millionen Euro für die Bonn-Ausweis-Rabatte. Der Betrag würde sich bei Einführung des "MobilPasses" halbieren - aber nur, wenn über das VRS-Sozialticket hinaus keine Vergünstigungen gewährt würden.

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