Hohe Straße: Autohaus Otte feiert 50-jähriges Bestehen | GA-Bonn

Hohe Straße

Autohaus Otte feiert 50-jähriges Bestehen

BONN.   "Autokauf ist zu 90 Prozent Bauchgefühl, denn es geht ums Wohlfühlen", sagt Clemens Otte und lacht. "Die anderen zehn Prozent sind die Rechtfertigung für die 90 Prozent." Der Inhaber des gleichnamigen Autohauses an der Hohe Straße in Tannenbusch hat diese Weisheit auch in seiner Firma umgesetzt, die jetzt ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

Großer Zusammenhalt in der Firma: Clemens Otte (links) mit den Mitarbeitern seines Autohauses. Foto: Frommann

Das Autohaus hat viele treue Kunden und profitiert von Mund-zu-Mund-Propaganda. "Unsere Stammkundschaft ist sehr ausgeprägt, auch wenn jüngere Leute oft nicht mehr so eine Bindung zu einem Autohaus haben", sagt Otte, der den Betrieb seit 1992 in zweiter Generation leitet. "Es gibt Kunden, die kaufen schon ihr siebtes Auto bei uns."

Seit 1972 gibt es das Autohaus am heutigen Standort an der Maximilian-Kolbe-Brücke, gegründet wurde es von Dietrich Otte als Reparaturwerkstatt in Duisdorf, zog später nach Endenich, dann nach Poppelsdorf um. Spezialisiert ist der Betrieb seit 1965 auf Citroën, mit denen seit 1965 ein Händlervertrag besteht, der 2009 endete.

Seitdem ist das Autohaus Otte eine Neuwagen-Agentur des französischen Herstellers, mit angeschlossener Vertragswerkstatt. Der Ausstieg aus dem Händlervertrag habe immense Kosten- und Verwaltungsvorteile gebracht, sagt Otte, Der gelernte Kfz-Mechaniker, der später Betriebswirtschaft studierte und die Diplomarbeit über die Kostenrechnung in seinem Autohaus schrieb, war schon als Geselle in den väterlichen Betrieb eingestiegen.

Was den Betrieb ausmacht? "Wir ziehen hier alle an einem Strang, die zehn Mitarbeiter haben alle eine große Bindung untereinander." In den 70er/80er Jahren gab es sogar ein eigenes Fußballteam und man baute gemeinsam einen Stockcar-Rennwagen.

Insgesamt durchliefen bisher mehr als 150 Azubis den Betrieb. Pro Jahr verkauft das Unternehmen rund 100 Neu- und 170 Gebrauchtwagen. Und in der Tat gibt es noch einen, der bei der Betriebsgründung 1962 dabei war. Peter Skowronski (72) ging zwar 2003 in den Ruhestand, springt aber bis heute noch ein, wenn irgendwo ein Engpass auftritt.

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