Zu sehr in die Technik verliebt

Zum Bericht "Auch die bestellten Regionalzüge kommen später" vom 26. November

Liest man über die ständigen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme neuer notwendiger Nah- und Fernverkehrszüge und über die genannten Ursachen, beschleicht einen allmählich das Gefühl von gezielter Sabotage gegen das System des öffentlichen Personenverkehrs. Allein das Haftbarmachen von Angehörigen des Eisenbahnbundesamtes im Falle von Schäden für abgenommene Zugtechnik, ist für sich genommen schon ein starkes Stück.

Die ausschließliche Technikzentriertheit bei der Entwicklung von neuen Zügen - ohne auch nur im Entferntesten daran zu denken auch mal die zukünftigen Nutzer mit einzubeziehen -, ist eine weitere Torheit.

Die technischen Anforderungen seitens der Bahn und die Technikverliebtheit der Hersteller treiben die Kosten und den zeitlichen Aufwand in unnötige und unwirtschaftliche Regionen. In Zeiten, in denen von agilen Entwicklungsprozessen die Rede ist sind diese Praktiken und Erscheinungen nur als mittelalterlich zu bezeichnen!

Helmut Federmann, Königswinter

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