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Von Bernd Joisten
Bad Honnef. Wenn oder aber gibt es für die Zweitliga-Basketballer der SOBA Dragons im Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Menzenberger Halle) gegen den Tabellenletzten SG Braunschweig nicht.
Nach dem schwachen Auftritt der Dragons am vergangenen Spieltag und der damit verbundenen 64:77-Schlappe in Cuxhaven ist die Truppe von Trainer Berthold Bisselik gefordert, endlich eine Serie zu starten. Alles andere als ein klarer Sieg wäre ein falsches Zeichen. Nur so können die Drachen noch ihre ehrgeizigen Ziele verfolgen und in der Spitzengruppe der Liga mitmischen.
Die Niederlage in Cuxhaven tut um so mehr weh, als die Nordlichter selber keinen guten Tag erwischten und durchaus angreifbar waren. So stehen die Drachen anstatt mit möglichen 14:6 bisher mit 12:8 Punkten da. Vorne werden sich die Teams zwar durch die Spielplan-Konstellation noch Punkte gegenseitig abnehmen, aber es ist nicht davon auszugehen, dass die Mannschaften von Platz eins bis drei nach der Hinrunde mehr als sechs Minuspunkte aufweisen werden.
Auch wenn das Schlusslicht Braunschweig im Aufwärtstrend ist und in der letzten Woche gegen Bremen nur 78:79 unterlag, ist für Rhöndorf ein Sieg Pflicht. Braunschweigs Trainer Liviu Calin steht ein junger Kader zur Verfügung, der bisher in der Liga noch Lehrgeld zahlt. Stärkster Spieler ist Nikita Khartchenkov.
Der drahtige Flügelspieler (Jahrgang 1987) verbrachte einen Teil der Saisonvorbereitung mit den Drachen und hinterließ in zwei Testspielen gegen Südligist POM Baskets Jena einen sehr guten Eindruck. Letztlich entschied sich Khartchenkov doch für Braunschweig, wo er dank Doppellizenz auch in der BBL einsatzberechtigt ist. Er erzielt im Schnitt 18 Punkte, gefolgt von den jungen Spielern Jorge Schmidt (14) und Jannik Freese (12,6).
Dahinter wird es allerdings dünn im Braunschweiger Kader, so dass die Rhöndorfer am Sonntag klarer Favorit sind. In der Nachwuchsbasketball-Bundesliga steht am Sonntag an gleicher Stelle (14 Uhr) für die SG Bonn/Rhöndorf in der Division Nordwest eine sehr schwere Aufgabe an. Die Bayer Giants Academy führt nach sechs Spieltagen mit fünf Siegen und einer Niederlage die Tabelle an (10:2 Punkte), während die "Baskets/Drachen" mit 4:8 Zählern den sechsten Platz der Achterliga einnehmen.
Der Beste der Liga
Leverkusen verfügt über sehr gute Spieler, allen voran die Zwillingsbrüder Tom und Ben Spöler. Beide sind jeweils 2,06 Meter groß, unter den Körben kaum zu halten und werfen zudem auch noch von außen gefährlich oft durch die Reuse. Tom Spöler ist mit 24,0 Punkten und 11,7 Rebounds pro Spiel der beste Spieler der gesamten Liga. Sein Bruder Ben steht ihm allerdings nur wenig nach und ist mit 19,5 Punkten und 10,2 Rebounds gelistet.