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Die Musical-AG des FEG lässt im Pantheon "Hair" wieder aufleben

Von Christina Fuhg

Bonn. Bunte Gewänder und wildes Haar, das sich kaum bändigen lässt, einen Joint in der Hand. Es sind wahre Blumenkinder, die im Pantheon die späten 1960erJahre wieder aufleben lassen. Vor dem New Yorker Central Park als Bühnenkulisse führte dort jetzt die Musical AG des Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) das Kult-Musical "Hair" auf.

Im Pantheon ließen Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums die 1960er Jahre wieder aufleben. Foto: GA

Im Pantheon ließen Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums die 1960er Jahre wieder aufleben. Foto: GA

Es sei das erste Mal, dass die AG im Pantheon auftrete, sagte Musiklehrerin Gisela Arand. Und das gleich an zwei Abenden hintereinander. Zwei Schülerinnen hätten den Kontakt hergestellt. Die Premiere habe jedoch im FEG stattgefunden.

"Das ist schon etwas Besonderes", freute sich "Blumenmädchen" Leonie Raulf. "Man sieht hier sonst nur Künstler, die schon eine Karriere haben." Seit der vierten Klasse ist die 18-Jährige "Hair"-Fan. "Ich kannte das Musical eigentlich noch gar nicht", gab hingegen die 13-jährige Darstellerin Helen Wiethoff zu. "Aber ich finde es ganz cool."

Die Kompositionen des Musicals seien durchaus kompliziert, erläuterte Arand, die für die Gesamtleitung zuständig war. Auch habe die Aufführung gut choreografiert werden müssen. Seit Dezember übten sich die rund 30 Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis 13 im Singen und Tanzen - sogar samstags.

Dennoch bereichere die Musical AG den Schulalltag, versicherte Raulf. "So geht man nicht nur in die Schule, um zu lernen." Eine Leistung, die umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, dass sich einige Schüler zugleich auf das Abi vorbereiten mussten. Manche von ihnen zusätzlich noch auf das französische Baccalauréat oder das Internationale Abitur.

Auch Hauptdarsteller Pinchas Nürnberg musste neben Liedtexten und Tanzschritten für seine Abi-Klausuren pauken. Der 19-Jährige spielt den Amerikaner Claude Buckowski, der seinen Kriegsdienst in Vietnam antreten will. Eine Figur, der Nürnberg durchaus kritisch sieht.

Am Ende wurden die Nachwuchsdarsteller von den mehr als 200 Besuchern bejubelt.

Artikel vom 23.06.2010
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