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Schießerei am Brüser Berg löst Großfahndung aus

Celsiusstraße ist abgeriegelt - Zwei Männer werden verletzt, neun Verdächtige festgenommen

Von Ayla Jacob

Tatort Brüser Berg: Die Polizei hat die Celsiusstraße nach einer Schießerei abgesperrt.Brüser Berg. "Ich glaub's nicht, das war echt 'ne Schießerei." Aufgeregt unterhalten sich die Anwohner in der Celsiusstraße. Polizeiwagen und Einsatzkräfte mit Hunden riegeln das gesamte Gebiet ab. Immer wieder blicken die Menschen zum Himmel, wo ein Polizeihubschrauber kreist.

Die Polizei fahndet samt Hubschrauber nach den Verdächtigen.

Die Ermittler fahnden bezirksweit, sind auf der Suche nach den Tätern, die sich zuerst geschlagen, dann aufeinander geschossen haben. Die Hintergründe der Tat und die Anzahl der beteiligten Personen waren bis zum späten Abend noch unklar, die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.

Um 18.16 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Polizei ein, den ganzen Abend meldeten sich auch vom Sirenengeheul alarmierte Leser beim GA. Anwohner hatten die Schlägerei zwischen zwei Gruppen beobachtet und dann Schüsse gehört. Als die Ermittler in der Celsiusstraße eintrafen, waren die Täter geflüchtet.

Allerdings lag ein Verletzter am Tatort, der vor Ort versorgt und in die Uniklinik gebracht wurde. Er soll durch Schläge am Kopf schwer verletzt worden sein. Eine Gruppe von zehn bis 15 Männern von kräftiger Statur versuchte anschließend vergeblich in die Klinik zu den Verletzten zu gelangen, die Polizei hatte das Gebäude hermetisch abgeriegelt.

"Wir haben zwei Baseballschläger und ein Projektil gefunden", sagte Polizeisprecher Harry Kolbe. Die Täter waren in drei Autos, deren Kennzeichen Zeugen teilweise notiert hatten, geflüchtet, sagte Kolbe.

Bereits zwischen 19 und 19.30 Uhr konnten die Ermittler alle drei Wagen mit insgesamt neun Verdächtigen an Bord stoppen: in Godorf, in Meckenheim und am Potsdamer Platz. In einem der Fahrzeuge befand sich ein weiterer Verletzter. Er soll laut Kolbe eine Schussverletzung am Bein haben.

Wie der stellvertretende Chef der Staatsanwaltschaft, Jan van Rossum, auf Anfrage am späten Abend erklärte, haben Polizei und Staatsanwalt Michael Hermesmann jetzt alle Hände voll zu tun um zu klären, welche Verdächtigen zu welcher Gruppe gehören.

Artikel vom 23.09.2009
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