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Von Frank Vallender.
Bonn-Castell. Seit fast drei Jahren steht das St.-Johannes-Hospital im Bonner Norden quasi leer; alle Versuche, es in irgendeiner Form als Krankenhaus wieder zu reaktivieren, scheiterten bislang. Am Freitag dann beschloss der Landschaftsausschuss des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), dass die Rheinischen Kliniken des LVR drei Stationen des Johannes-Hospitals anmieten sollen.
Wird für einige Jahre Quartier für die gerontopsychiatrische Tagesklinik und Ambulanz: das St.-Johannes-Hospital. Foto: Barbara Frommann
Sie dienen für vier beziehungsweise zehn Jahre als Ausweichquartiere für die gerontopsychiatrische Tagesklinik und deren Ambulanz, in denen Brandschutz- und Asbestarbeiten durchgeführt werden müssen.
Wie Bernhard von Grünberg, für die SPD Mitglied im Landschaftsausschuss, am Freitag mitteilte, sollen zwei Stationen mit einer Fläche von rund 2 170 Quadratmetern für vier Jahre und eine Station von rund 960 Quadratmetern für zunächst zehn Jahre angemietet werden.
Belegt werden die drei Obergeschosse. Der zeitweilige Umzug diene dazu, um die Asbest- und Brandschutzsanierungen in den Rheinischen Kliniken zügiger durchführen zu können. "Von dem Umzug profitieren auch die Patienten", sagte von Grünberg. Grundsätzlich strebe der LVR an, die gerontopsychiatrische Tagesklinik und die Ambulanz besser unterzubringen und zu erweitern, weshalb von Grünberg hofft, dass das Johannes-Hospital auch über die zehn Jahre hinaus betrieben wird.
Die Kosten für die Herrichtung des seit fast drei Jahren quasi leerstehenden Hospitals trägt der Eigentümer, das Bonner Gemeinschaftskrankenhaus, das aus der Fusion des St.-Elisabeth-Krankenhauses mit dem Brüderkrankenhaus St. Petrus hervorgegangen ist. Im Jahr 2002 kam das St.-Johannes-Hospital als dritter Partner hinzu.
Von Grünberg: "Zu hoffen ist, dass mit der Unterbringung von älteren Menschen im Johannes-Hospital und einer Optimierung der ambulanten Angebote eine gute Versorgung der Bürger wohnortnah stattfindet."
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