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Ziel der rechten Demo: die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien

Prüfstelle in der Rochusstraße - 2 800 Filme indiziert

Ziel der Rechtsextremen: Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in der Rochusstraße in Duisdorf. Duisdorf. (dab) Ein 16-Jähriger kauft sich ein Videospiel, das zwar ab 16 Jahren freigegeben ist, doch seiner Mutter ist die dort dargestellte Gewalt zu viel. Sie bringt das Spiel zum Jugendamt. Das beantragt bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) zu prüfen, ob das Spiel eine Jugendgefährdung im Sinne des Jugendschutzgesetzes darstellt und trägt dieses bei Bejahung in die Liste der jugendgefährdenden Medien ein.

Damit unterliegen sie bestimmten Abgabe-, Präsentations-, Verbreitungs- und Werbebeschränkungen und dürfen nur noch Erwachsenen zugänglich gemacht werden.

Das BPjM ist eine selbstständige Bundesoberbehörde und hat ihren Sitz in der Rochusstraße 10. Vorsitzende ist Elke Monssen-Engberding. Sie und ihre Mitarbeiter verbringen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit vor dem Bildschirm und betrachten Horro-Videos, Folterungen und Filme mit pornographischem und verfassungsfeindlichem Hintergrund.

Die Prüfstelle ist dem Bundesfamilienministerium nach- geordnet. In diesem Jahr indizierte die Behörde bis 31. Mai mehr als 2 800 Filme auf Videos und DVDs, 517 Computer-/Videospiele, 632 Bücher, Broschüren und Comics sowie fast 800 Schallplatten, CDs und MCs.

Artikel vom 12.07.2008
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