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Böse Überraschung: Betondecke der Kennedybrücke ist zerbröselt

Stadt wartet jetzt auf das Ergebnis der Laboruntersuchungen

Von Rolf Kleinfeld

Bonn. Fast ein Jahr nach dem Beginn der Bauarbeiten auf der Kennedybrücke erlebt die Stadt Bonn möglicherweise die erste böse Überraschung. Denn die Betondecke, die seit 60 Jahren auf der Stahlträgerkonstruktion der Brücke liegt, ist in Teilen zerbröselt.

Luftnummer: Auf dem Gerüst unter der Kennedybrücke gönnen sich die Arbeiter eine Pause. Foto: Frommann

Luftnummer: Auf dem Gerüst unter der Kennedybrücke gönnen sich die Arbeiter eine Pause. Foto: Frommann

"Probebohrungen im Straßenbereich haben ergeben, dass sich der bei der Brückenherstellung eingebaute Beton auflöst", teilte das Tiefbauamt jetzt mit. Dadurch würde in 10 bis 15 Jahren eine Sanierung notwendig. Zurzeit würden Gutachten erstellt, wie das Problem während der laufenden Arbeiten beseitigt werden kann.

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Ursprünglich war geplant gewesen, den neuen Straßenbelag auf die alte Betondecke aufzubauen. "Aber das Zerbröselte muss raus", sagte Tiefbauamtsleiter Werner Bergmann und meinte: "Wir hatten das befürchtet aber gehofft, drumherum zu kommen."

Derzeit seien die Probebohrungen im Baustoff-Prüflabor. "Erst wenn wir das Ergebnis haben, können wir sagen, wo wir was und zu welchen Kosten machen müssen", sagte Bergmann. Ansonsten laufen die Arbeiten nach Plan. Auf Bonner Seite wurde eine zweite Strahlanlage für die Korrosionsschutzarbeiten montiert.

Die Traggerüste für die Verbreiterung der Brücke sind zum Teil fertig. Das ist Voraussetzung für den Abbruch der Kragarme. Entwarnung gibt es auf Bonner Seite, wo an der Opern-Tiefgarage ein Teil des Brückenfundaments fehlt. Nach einer Untersuchung des Baugrunds kann jedoch auf eine zusätzliche Sicherung der Fundamente verzichtet werden. Für die Brückenverbreiterung müssen deshalb nur einige zusätzliche Bohrpfähle eingebaut werden.

Nach bisherigem Stand wird der Finanzrahmen von 34,8 Millionen Euro nicht überschritten. Die Bauarbeiten zur Verbreiterung und Sanierung dauern noch bis Frühjahr 2010.

Artikel vom 12.03.2008
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