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Von Rolf Kleinfeld
Bonn. Mal kommt der Zug, mal kommt er nicht: Nachdem es im Frühjahr und im Sommer verstärkt zu "Kursausfällen" bei den Bahnen der Stadtwerke Bonn gekommen war, sich die Situation danach aber wieder verbesserte, wie das Unternehmen betonte, scheint sich jetzt die ganze Angelegenheit zu wiederholen.
Ein Beispiel dafür war der vorige Samstag, als gleich mehrere Stadtbahnen der Linie 66 ("Telekom-Express") in den stark frequentierten Abendstunden ausfielen - und das bei ohnehin schon ausgedünnten Takten. Die Fahrgäste mussten an den Haltestellen zum Teil 30 Minuten in der Kälte warten.
Die Erklärung der Stadtwerke Bonn für die Ausfälle ist dieselbe wie schon in den Monaten zuvor: Das hänge in der Regel damit zusammen, dass sich Fahrer plötzlich krank meldeten. In diesem Fall seien zwei Fahrer sogar während der Ausübung ihres Dienstes krank geworden, sagte Stadtwerke-Sprecher Werner Schui. "Einer davon war zu ersetzen, ein anderer nicht."
Unter welchen Krankheiten die Fahrer litten, konnte der SWB-Sprecher nicht sagen. Die Situation sei für Fahrgäste sicherlich ärgerlich, räumte er ein. Jedenfalls hätten sich in Folge der Krankmeldungen die Ausfälle der Bahnen in den Abendstunden ergeben und entsprechend auf den Fahrplan "nachgewirkt". Offenbar ist die Fahrerreserve der Stadtwerke für solche Fälle zu dünn bemessen.
Die Kritik an solchen Pannen ist nicht neu. Immer wieder beklagen Fahrgäste Bahnausfälle oder deutliche Verspätungen auf den Linien - zum Teil kommen sie auch zustande, weil es immer wieder Kollisionen von Autos und Bahnen gibt. Auf der Linie 66 ist das in den letzten Wochen nach GA-Informationen gleich mehrfach passiert, meist auf dem Stück zwischen Adelheidisstraße und Rathaus Beuel. Und meist trugen die Autofahrer daran die Schuld.