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Von Michael Friedrichs
Bonn. "Wer lernt, gewinnt" - so lautete das Bonner Motto für das Bürgerfest zum 51. Jahrestag der Vereinten Nationen (UN). Prominenter Schirmherr des UN-Festes auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus war Alpha Oumar Konaré, amtierender Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union und ehemaliger Staatspräsident von Mali.
Ihr musikalisches Talent stellen die Gesamtschüler unter Beweis: Sie komponierten eigens zum UN-Fest eine Kinderhymne. Solisten und Chor der Schule präsentieren sie vor dem Rathaus. Foto: Lannert
"Vor zehn Jahren bin ich das erste Mal in Bonn gewesen", sagte Konaré in seiner Eröffnungsansprache. "Seitdem bin ich oft in dieser Stadt gewesen, fühle mich fast schon als Bonner", scherzte der Staatsmann, der es sich nicht hatte nehmen lassen, persönlich nach Bonn zu kommen und gemeinsam mit den Bürgern zu feiern.
Das hörte Bärbel Dieckmann besonders gerne: "2006 ist für uns mit der Einweihung des neuen UN-Campus ein ganz besonderes Jahr", sagte die Oberbürgermeisterin. Bonn sei als deutscher Standort für UN-Einrichtungen genau der richtige Ort, um den Geburtstag der Vereinten Nationen zu feiern.
Und das taten die Bonner ausgiebig: Rund 20 000 Bürger feierten nach Angaben der Stadt auf dem Marktplatz mit. Unter ihnen auch 100 Schüler der Integrierten Gesamtschule in Beuel. Sie stellten stolz ihre eigens für das UN-Fest komponierte Kinderhymne vor. "Weil Musik mehr als tausend Worte sagt, hat die Schule gemeinsam mit dem Bonner Beethoven Orchester die Hymne zur Musik von Ludwig van Beethovens weltberühmter »Ode an die Freude« aufgenommen", freute sich Dieckmann über die gelungene Welturaufführung.
Neben 28 internationalen Organisationen, zwei Schulen und fünf Dekadeprojekten präsentierten erstmals auch private Unternehmen ihr Engagement zum Thema Nachhaltigkeit. Neben der Entwicklungsbank kfw und dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe zeigte auch die Deutsche Post mit ihrem neuen Katastrophenmanagement-Programm Flagge. "Als global tätiges Unternehmen haben wir natürlich auch Sozialverantwortlichkeit", sagte Monika Wulf-Matthies. Seit Ende Dezember vergangenen Jahres kooperiert das Bonner Unternehmen auch offiziell mit den Vereinten Nationen.
"Mit dem Aufbau von speziellen mobilen Katastrophen-Einsatzteams können wir vor Ort auf konkrete Probleme im Bereich der Logistik schnell reagieren und so Engpässe bei der Abwicklung von Hilfsgüterlieferungen vermeiden helfen", erläuterte die ehemalige Gewerkschaftsvorsitzende und jetzige Leiterin des Zentralbereichs Politik und Nachhaltigkeit. Ein Team bestehe aus rund 80 Experten, die sich dafür alle freiwillig gemeldet haben. 15 weitere Mitarbeiter seien während eines Einsatzes dann ständig vor Ort.
Geburtstag feierte nicht nur die UN, sondern auch Christina Apel. Sie ist eine der beiden deutschen Jugenddelegierten, die die Interessen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf internationaler Ebene sichern. "Vor drei Wochen war ich mit Jan Martin Munz in New York", erzählte die 25-Jährige stolz.
Auf dem Programm stand unter anderem eine Rede vor einem Ausschuss, der sich speziell um die Belange von Jugendlichen kümmert. So standen auch die beiden UN-Vertreter an ihrem Stand Rede und Antwort. "Wir haben als junge Menschen die Chance, unsere Zukunft mitzugestalten, unsere Ideen einzubringen und unsere Interessen zu vertreten", betonte Apel.
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