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"SternenZelt" auf dem Münsterplatz klärt über Astronomie auf

Von Donnerstag bis Samstag werden spannende Experimente und Exponate gezeigt - Beim Sternenfest treten TV-Moderator Ranga Yogeshwar und Comedy-Star Bernhard Hoëcker auf

Faszination des Sternenhimmels: Ein Kind blickt bei der Wissenschaftsnacht durch ein Teleskop.Bonn. (sj) Zum Internationalen Jahr der Astronomie laden die Universität Bonn, die Stadt Bonn und das Deutsche Museum Bonn von Donnerstag bis Samstag, 25. bis 27. Juni, ins "SternenZelt" auf den Münsterplatz ein. Die Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen der Region zeigen dort spannende Experimente und Exponate.

Viele Überraschungen warten auf kleine und große Gäste. Die Schau wird unterstützt von der Deutsche Telekom Stiftung. Das Zelt ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet (Samstag bis 22 Uhr). Der Eintritt ist frei. Im Wissenschaftszelt geben die Forscher der Wissenschaftsregion Bonn und Umgebung Einblicke in ihre facettenreichen Arbeitsgebiete.

Sie zeigen unter anderem, wie Satelliten bei der Vermessung der Erde helfen, wie Astronomen für das menschliche Auge unsichtbare kosmische Ereignisse rekonstruieren und auf die Suche nach bislang unbekannten Himmelskörpern gehen. Große und kleine Weltraumfreunde kommen gleichermaßen auf ihre Kosten.

Service Externer Link Weitere Informationen unter www.sternenzelt.uni-bonn.de

So hat das Deutsche Museum Bonn Mitmachaktionen und Experimente vorbereitet, in deren Verlauf nicht nur die Geheimnisse der Milchstraße, sondern auch die Ursachen ganz alltäglicher Phänomene aufgedeckt werden: Wieso färbt sich die untergehende Sonne im Abendhimmel rot? Weshalb sind Sterne nur bei Nacht für uns sichtbar? Und warum stehen die optischen Teleskope, die auf sie gerichtet sind, erhöht auf Bergen? Antworten gibt es im "SternenZelt".

Wissenschaftler der Uni Bonn zeigen, wie Satelliten zur Erdbeobachtung eingesetzt werden. Prozesse wie Änderungen des Meeresspiegels oder von Eismassen können dank der Satellitendaten besser verstanden werden. Dabei kommen auch erschreckende Ergebnisse zu Tage - wie etwa der erstmals messbare Eisverlust Grönlands, der sich auf 100 bis 200 Milliarden Tonnen in einem Jahr beläuft.

Das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht nicht nur alle Körper, die um die Sonne kreisen, es fahndet mit einem Weltraumteleskop sogar nach Planeten an anderen Sonnen. Wie das geht, zeigen sie im SternenZelt.

Programm des "Sternenfests" 14 Uhr, Eröffnung mit den Blechbläsern des Beethoven-Orchesters; 14.15 Uhr; Grußwort der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann; 14.30 Uhr, Show für Kinder: Die Maus (Lesemaus "Weltall"); 15.15 Uhr, Astronomiejahr-Talk; 15.30 Uhr, Improvisationstheater "Springmaus"; 16 Uhr, Bernhard Hoëcker; 16.15 Uhr, Ranga Yogeshwar;

16.30 Uhr Show für Kinder: Die Maus; 17 Uhr, Metropol-Solisten; 17.15 Uhr, Astronomiejahr-Talk; 17.30 Uhr, Metropol-Solisten; 17.50 Uhr, Show für Kinder: Die Maus (Lesemaus "Weltall"); Pause;

19 Uhr, Talk mit dem Astronauten Reinhold Ewald; 19.15 Uhr, Metin Tolan ("Star Trek-Physik"); 19.30 Uhr, Amy Elaine; 19.45 Uhr, Astronomiejahr-Talk; 20 Uhr, Klaviersolo (Paul Hombach); 20.30 Uhr, "Us & Them", Pink Floyd Tribute Band.

Die Volkssternwarte Bonn e.V. holt mit ihren Teleskopen den Sternenhimmel zu den Besuchern. Denn Teleskope sind gleichsam Fenster ins Weltall. Die Besucher lernen das Prinzip der Geräte und die Technik kennen - vom einfachen Fernrohr aus Galileis Zeiten bis zum modernen Amateurteleskop. Am Computer wird außerdem der Anblick des Nachthimmels für jeden gewünschten Zeitpunkt simuliert.

Am Samstag, 27. Juni, findet von 14 bis 22 Uhr auf dem Münsterplatz das "Sternenfest" statt. In Nachbarschaft zum "SternenZelt" gibt es dort ein buntes Bühnenprogramm mit einer Mischung aus Talk, Kabarett und Musik. Der vom Argelander-Institut für Astronomie präsentierte Event wartet mit prominenten Gäste wie dem TV-Moderator Ranga Yogeshwar, dem Astronauten Reinhold Ewald und dem Comedy-Star Bernhard Hoëcker auf.

Das Improvisationstheater der "Springmaus" und viele weitere Beiträge runden das Bühnengeschehen ab. Das Programm moderiert der Bonner Springmaus-Pianist und Amateur-Astronom Paul Hombach. Im internationalen Jahr der Astronomie erhalten in 120 Ländern der Erde Menschen Gelegenheit, einen tieferen Blick ins Weltall zu werfen. Die deutschen Aktionen zum Internationalen Jahr der Astronomie werden vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn aus koordiniert.

Artikel vom 23.06.2009
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