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Bonn. (odb) Auf der Fakultätsratssitzung der Philosophischen Fakultät am Mittwoch wollen die Slawistik-Studenten noch einmal ihren Protest kundtun. Sie setzen sich bereits länger gegen die Stilllegung ihres Faches ein, die die Universität im Rahmen ihrer Sparmaßnahmen beschlossen hat.
Andreas Fritzsch, Sprecher der Slawistik-Studenten, folgt der Einladung des Dekans der Philosophischen Fakultät, Jürgen Fohrmann, und wird in der Sitzung seine Argumente vortragen. "Wir hoffen darauf, dass der Beschluss zur Stilllegung noch zurückgenommen wird", sagte Fritzsch. Die Slawistik-Studenten haben bereits mehr als 800 Unterschriften gesammelt und Botschaften aus Osteuropa kontaktiert. Unter anderem habe der bulgarische Botschafter bereits sein Missfallen über die Abschaffung der Slawistik geäußert, so Fritzsch.
Seiner Meinung nach wird "am falschen Ende gespart": "Man kann nicht an den kleinen Fächern sparen - und erst recht nicht an der Slawistik bei der erst vor kurzem beschlossenen EU-Erweiterung." Die Slawistik-Studenten bereiten außerdem eine Petition für den Erhalt des Faches in Bonn vor. Sie soll in der Fachzeitschrift "Ostblick" veröffentlicht werden. Dekan Fohrmann hat Verständnis für den Unmut der Studenten, sagte aber auf GA-Nachfrage deutlich: "Die Fakultät wird ihren Beschluss nicht rückgängig machen." Die Philosophische Fakultät müsse knapp zwei Millionen Euro einsparen. Fohrmann: "Die Haushaltssicherung hat absolute Priorität."