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Bonn. Post-Chef Frank Appel hat wegen der geplanten Bürgerbefragung zum Beethoven Festspielhaus im nächsten Mai alle wichtigen Entscheidungen zu dem Projekt zurückgestellt. Dadurch kommt es zu einer Verzögerung des Baubeginns um ein Jahr. Er ist jetzt für 2012 vorgesehen. Mit Appel sprach Julian Stech.
Post-Chef Frank Appel steht zum Projekt Festspielhaus. Foto: dpa
General-Anzeiger: Herr Appel, Sie haben Vorbereitungen für den Bau eines Festspielhauses vorerst auf Eis gelegt...
Frank Appel: Nein, die Vorbereitungen laufen weiter. Wir müssen aber abwarten, bis wir über denPreis Klarheit haben. Wenn es eine Bürgerbefragung gibt, müssen wir diese berücksichtigen, bevor wir endgültige Entscheidungen treffen. Zunächst werden also die Bürger über das Projekt entscheiden.
GA: Grund für die Verzögerung also die geplante Bürgerbefragung? Oder ist das nur ein Vorwand, um sich jetzt schleichend aus dem Projekt zu verabschieden?Appel: Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass das Festspielhaus die Atrtraktivität von Bonn erhöhen wird. Davon profitiert auch die Post, zum Beispiel bei Kundenveranstaltungen.
GA: Aber die Baukostenfrage ist doch ungeklärt? Beide jetzt noch zur Auswahl stehenden Entwürfe werden teurer als die von Ihnen, der Telekom und der Postbank zugesagten 75 Millionen Euro.
Appel: Die Baukosten stehen noch nicht fest. Deshalb ist es wichtig, dass wir erst dann eine Entscheidung treffen, wenn wir endgültig Klarheit darüber haben. Das wird auch noch bis nach der Bürgerbefragung dauern.
GA: Durch den Millionenschaden beim WCCB steht der Stadt möglicherweise ein Nothaushalt bevor. Für wie realistisch halten Sie vor diesem Hintergrund überhaupt den Betrieb eines neuen Festspielhauses?
Appel: Das ist eher eine Frage, die die Politik beantworten muss. Wir brauchen ein belastbares Konzept für die Finanzierung des Betriebs. Wir haben kein Interesse daran, ein Festspielhaus zu bauen, dessen täglicher Betrieb nicht sichergestellt ist.
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