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Villiper Altbau kommt ohne Heizung aus

Villip. (waj) In Wachtberg entsteht im Ortsteil Villip ein erstes Energieberatungszentrum. Entsprechende Pläne stellte Wachtbergs Nullenergiehausplaner Kay Künzel am Samstag im Rahmen eines Tages der offenen Tür bei der Präsentation eines umgebauten Alt-Hauses ohne Heizung vor.

Im Villiper Ortskern liegt der  energieoptimierte  Altbau. Rechts oben ist das Urpsrungshaus zu sehen.  Foto: Wagner

Im Villiper Ortskern liegt der "energieoptimierte" Altbau. Rechts oben ist das Urpsrungshaus zu sehen. Foto: Wagner

Rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft informierten sich bei dieser Gelegenheit über staatliche Zuschüsse, Einsparungen bei Heizung und Energie und der Finanzierung von modernisierten Altbauten. "Dazu sollen künftig Vorträge mit Unternehmern, Handwerkern, Hausbesitzern, Verwaltungs- und Behördenvertretern bei uns in Villip stattfinden", kündigte Künzel an.

Der mehrfach für seine fast ohne Heizungsenergie auskommenden Häuser ausgezeichnete Architekt hat ein aus dem Jahre 1954 stammenden Altbau vom Fundament bis zum Dachfirst auf Energiesparen getrimmt. Die Kosten für den Erwerb der Immobilie und Umbau zum "Haus ohne Heizung" liegen laut Künzel bei insgesamt 250 000 Euro. Im Winter reichen dem Architekten zufolge die Energie einer Kerze, Computer und Köperwärme der 13 Beschäftigten aus, um den zum Bürohaus umfunktionierten Altbau zu wärmen.

Umgekehrt dient in Zisternen aufgefangenes Regenwasser an heißen Sommertagen zur Kühlung der Räume. Strom wird von auf dem Dach montierten Voltaikmodulen geliefert.

Fundament, Wände, Dachgeschoss und Zwischenräume wurden im Rekordtempo von rund fünf Monaten energietechnisch auf modernsten Stand gebracht. Dabei die Wohnfläche von früher 113 auf 152 Quadratmeter erweitert. Statt wie früher über teure Nachtspeicheröfen sorgt jetzt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für dass richtige Raumklima. Die Wände werden von einer Lärchenholzverschalung gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Im Haus sind überall Dreifachfenster montiert, das Mauerwerk ist mit unbrennbaren Altpapierflocken gegen Hitze und Kälte gedämmt. Auch zwischen den Sparren dämmt diese ausgeflockte Zellulose gegen Witterungsschwankungen.

Artikel vom 22.02.2010
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