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Von Margit Warken
Hennef. Wer auf die heikle Idee kommt, sich draußen zu unterhalten, muss schreien. "Wie bitte?" Oder: "Das habe ich jetzt akustisch nicht verstanden", lautet dennoch in vielen Fällen die Antwort.
"Hier ist es einfach zu laut", meinen Anni und Hermann Depensiefen (beide 71) und viele Nachbarn von der Westerwaldstraße. Vor ihren Haustüren rauschen laut Verkehrszählung täglich 17 000 Fahrzeuge vorbei. Denn der Weg von Hennef nach Altenkirchen und umgekehrt führt über die Bundesstraße 8 genau durch Uckerath.
Die Anwohner dort wünschen sich seit Langem eine Ortsumgehung. "Allmählich werden wir mürbe", sagt Hermann Depensiefen, während ein paar Schritte weiter der nächste Laster heranrollt.
Auch die Politiker kennen das Problem zur Genüge. Die Mehrheit des Hennefer Planungsausschusses hat sich 2007 für die Umgehung "Variante 7" ausgesprochen, die Uckerath in einem weiten Bogen nordöstlich umfahren soll.
Das Problem dabei: Die Trasse würde wertvolle Naturschutzgebiete berühren. Wie gravierend diese Eingriffe wären, prüft derzeit der Landesbetrieb Straßenbau.
Beim GA-Dialog zum Thema Ortsumgehung Uckerath am Dienstag, 19. Mai, kommen auf dem Pantaleon-Schmitz-Platz Kritiker und Befürworter der Pläne zu Wort.