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UN-Embleme auf dem Langen Eugen

15 000 Watt setzen den Campus in Bonn ins rechte Licht

Von Bernd Leyendecker

Noch versperren Gerüste den freien Blick auf die UN-Embleme auf dem Dach des Langen Eugen. Anfang nächster  Woche werden die Stangen abmontiert.Bonn. Jetzt kann's jedermann auch von weitem her schon sehen: Der Lange Eugen ist neues Domizil der Bonner UN-Familie. Drei Wochen haben Mitarbeiter der Berliner Gesellschaft für Internetmarketing und Werbung "Die i-Agenten" benötigt, um an drei Seiten des Versorgungsschachts auf dem Dach des 114 Meter hohen Gebäudes das blau-weiße UN-Emblem zu montieren.

Fortan leuchten sie, sobald die Sonne untergeht; ein Computer macht's möglich. Die Beueler müssen jedoch ein wenig rheinauf oder rheinab gehen, um die Leuchtwerbung zu sehen: Wegen des hohen Sicherheitsturms am ehemaligen Abgeordneten-Hochhaus konnte zur "schäl Sick" hin kein Emblem angebracht werden.

7,20 mal 6,30 Meter groß sind die UN-Tafeln; sie bestehen aus transparenten Spanntüchern, die wiederum auf Aluminiumrahmen montiert wurden. Spezielle Lampen mit einer Leistung von 5 000 Watt pro Emblem sorgen dafür, dass der UN-Campus stets im rechten Licht erstrahlt.

Übrigens haben die i-Agenten nach Angaben ihres Geschäftsführers Jan Müller in dem Gebäude, das der Bund für mehr als 55 Millionen Euro hat sanieren lassen, auch die komplette Beschilderung durchgeführt. "Wir haben dafür mehr als eine Tonne Glas verarbeitet", sagte Müller dem GA. Derweil hat der Umzug von elf der zwölf Bonner UN-Organisationen aus Bad Godesberg in den Langen Eugen begonnen.

Die Verantwortlichen geben sich recht optimistisch, dass die Aktion bis Mitte/Ende kommenden Monats abgeschlossen sein wird. Denn nach GA-Informationen besucht UN-Generalsekretär Kofi Annan im Juni oder Anfang Juli im Rahmen seiner Europareise auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Deutschland - und auf dem Programm steht die offizielle Einweihung des UN-Campus durch die beiden Politiker.

Unmittelbar danach wird mit dem Umbau des Alten Bundestags-Hochhauses an der Görresstraße begonnen, in das Ende 2008 das UN-Klimasekretariat einziehen wird. Gut 600 Experten der Vereinten Nationen arbeiten dann in ihrem Campus am Rhein.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar "Zukunfts-Zwillinge".

Artikel vom 03.05.2006
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