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Bad Godesberg. (hnn) Als 1936 die erste Tauschaktion an der Truchseßstraße stattfand, da waren es vor allem Kinder aus der Nachbarschaft, die bei Haribo vorbeischauten. 73 Jahre später sind es Menschen aus der ganzen Republik und dem europäischen Ausland, die auf dem Werksgelände Schlange stehen. Ihr Ansinnen ist jedoch das gleiche geblieben: Kastanien und Eicheln gegen Süßes tauschen.
Anstehen kann auch Spaß machen: Die Tauschaktion bei Haribo lockt alljährlich große und kleine Kastaniensammler. Foto: Ingo Firley
Mit Absperrgittern und Bauzäunen werden die Menschenmassen zum Ziel geleitet: Eine große Waage unter einem Zeltdach und daneben kistenweise Süßwaren. Wer es bis dahin schaffen will, muss früh aufstehen und Geduld mitbringen.
Zwischen 7 und 16 Uhr werden an den beiden Tagen die Tore geöffnet, doch auch wer pünktlich am frühen Morgen vor dem Werk steht, kann sich je nach Ansturm auf längere Wartezeiten gefasst machen.
Dass die Stimmung trotz allem bestens ist, liegt auch an dem Kultstatus und der Volksfeststimmung, den die Tauschaktion bei Haribo mittlerweile genießt. Da gibt es Anwohner, die die Wartenden alljährlich mit heißem Kaffee und belegten Brötchen versorgen.
Ein Teil der gesammelten Kastanien und Eicheln kommen auch in diesem Jahr wieder in die Futtertröge von Hirsch Heinz, Keiler Kalle und Gefolge im Wildgehege Hellenthal.
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