Selbstmorde im Spitzensport

So wie Nationaltorhüter Robert Enke sind schon viele Spitzensportler freiwillig aus dem Leben geschieden.

Hamburg (dpa) So wie Nationaltorhüter Robert Enke sind schon viele Spitzensportler freiwillig aus dem Leben geschieden.

Prominente Beispiele:

  • November 2009 - Dimitri De Fauw: Der belgische Radprofi (28) nimmt sich unter bisher noch nicht geklärten Umständen das Leben. Seit einem tragischen Unfall 2006 soll er unter Depressionen gelitten haben.
  • September - Darren Sutherland: Der irische Boxer, Bronzemedaillen- Gewinner der Olympischen Spiele 2008 in Peking, erhängt sich mit 27 Jahren in seiner Londoner Wohnung.
  • Juli - Arturo "Thunder" Gatti: Der Ex-Box-Weltmeister (37) erhängt sich in seinem Ferienappartement im brasilianischen Küsten-Nobelort Porto de Galinhas. Der Italokanadier stand unter Alkoholeinfluss.
  • Februar - Mike Whitmarsh: In der Garage eines Freundes tötet sich der amerikanische Beachvolleyballer mit Auspuffgasen. Der 46-Jährige hatte bei der Olympiade in Atlanta 1996 die Silbermedaille gewonnen.
  • Februar - Christophe Dupouey: Der frühere Mountainbike-Weltmeister (40) nimmt sich das Leben. Wegen Dopings war der Franzose zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Zuletzt leitete er einen Fahrradverleih.
  • Juni 2008 - Adam Ledwon: Bayer Leverkusens früherer Mittelfeldspieler (34) nimmt sich während der Fußball-EM in Österreich das Leben. Zuletzt hatte der Pole für den Erstligisten Austria Kärnten gespielt.
  • Mai 2008 - Abram Raselmane: Südafrikas Fußballnationalspieler (30) nimmt sich in Bloemfontein das Leben.
  • April 2008 - Steffen Krauß: Der frühere DDR-Fußball-Nationalspieler (43) springt aus dem sechsten Stock einer Klinik in den Tod. Er lag dort wegen schwerer Verbrennungen, die er bei einer Explosion in seiner Schmiede erlitten hatte.
  • September 2007 - Edgar Geenen: Der frühere Fußball-Manager (53) erhängt sich in seiner Münchner Wohnung. Bis 2003 hatte er für den TSV 1860 München gearbeitet, danach als freiberuflicher Unternehmensberater.
  • Februar 2004 - Marco Pantani: Italiens Rad-Idol (34) stirbt an einer Überdosis Kokain. Der Tour-de-France- und Giro-d'Italia-Sieger von 1998 litt an Depressionen, nachdem er wegen Dopings viele Prozesse über sich ergehen lassen musste.
  • Mai 2003 - Andrzej Tylicki: Der frühere Star-Jockey (46) erhängt sich in seiner Kölner Wohnung. Er hatte mit Finanz- und Alkoholproblemen zu kämpfen.
  • April 2002 - Rasa Schulskyte: Die frühere deutsche Handball- Nationalspielerin (36) nimmt sich in ihrer Leverkusener Wohnung das Leben. Februar 2002 - Guido Erhard: Der frühere Bundesliga-Profi (1860 München) wirft sich im Offenbacher Hauptbahnhof vor einen ICE. Der 32-Jährige war manisch-depressiv.
  • April 2001 - Hans-Johann Stamp: Der Trabrennfahrer, früherer Europameister und mehrfacher deutscher Champion der Amateure, nimmt sich auf seinem Anwesen in Heidenau (Kreis Harburg) das Leben.
  • August 2000 - Mitch Halpern: Einer der weltweit besten Box-Ringrichter erschießt sich mit 33 Jahren in Las Vegas. Ins Rampenlicht rückte er unter anderem durch das erste WM-Duell Evander Holyfield und Mike Tyson 1996.
  • März 2000 - Alban Wüst: Der frühere Schalke-Profi (52) nimmt sich das Leben. Er hatte zwischen 1969 und 1971 32 Spiele für Schalke 04 absolviert. September 1999 - Thierry Claveyrolat: Der frühere französische Radprofi bringt sich mit 40 Jahren in seinem Wohnort Grenoble um. Mai - Sven Meyer: Aus Liebeskummer erschießt sich der deutsche Eiskunstlauf-Meister von 1998 mit 21 Jahren in Berlin.
  • Mai 1998 - Justin Fashanu: In einer Londoner Garage erhängt sich der frühere englische Fußball-Profi (37). Er war der erste Fußball-Profi, der sich 1990 in England in der Presse als homosexuell outete. Wegen sexueller Misshandlung eines Minderjährigen wurde er mit internationalem Haftbefehl gesucht.
  • Oktober 1997 - Ramiro Castillo: Boliviens Fußballstar erhängt sich in seiner Wohnung in La Paz. Nach dem Tod seines neunjährigen Sohnes litt er unter Depressionen. Mai 1994 - Luis Ocana: Spaniens Radsportidol erschießt sich in seinem Haus in Südfrankreich. Er war schwer krebskrank.
  • November 1992 - Hubert Schöll: Der frühere HSV-Profi (46) erschießt sich auf einem Kinderspielplatz in Fürth. Schulden trieben ihn in den Tod. Mai 1981 - Rainer Rühle: Aus Liebeskummer vergiftet sich der Libero von Alemannia Aachen (24) mit Schlaftabletten.
  • Juli 1979 - Sándor Kocsis: Aus Verzweiflung über eine unheilbare Krankheit stürzt sich der frühere ungarische Nationalspieler (49) aus dem vierten Stock einer Klinik in Barcelona. Unter anderem spielte er beim legendären WM-Finale gegen Deutschland 1954 in Bern.
Abo-Bestellung

Leserfavoriten

Folgen Sie uns auf Google+