Großangriff alliierter Bomber

Erlebnisse meines Opas im zweiten Weltkrieg

BONN. Am Vormittag des 20. November 1944, also exakt vor 69 Jahren, erlebte mein Opa (damals 14 Jahre alt) in der Schule in Brünn einen Großangriff alliierter Bomber. Sie kamen aus der Richtung von Wien.

Anfliegende feindliche Flugzeuge wurden regelmäßig durch einen Kuckucksruf im Radio angekündigt. Dann gab es Luftalarm. Die ganzen Schulkinder eilten in den Keller der Schule. Bald hörten sie das Dröhnen der Bomber und eine Serie fürchterlicher Explosionen nahe der Schule.

Der Boden der Schule schwankte. Nach der Entwarnung eilten die Schulkinder hinaus. Überall war Feuer und Rauch zu sehen. Mein Opa und die anderen Kinder schnappten sich bereitstehende Löschgeräte und liefen zu den Feuern und sahen die Bescherung: Eine Bombenserie hatte jedes dritte Haus in der Straße bis zum Keller zerstört.

Bei den anderen Häusern waren die Fenster durch den Luftdruck der Explosionen zu Bruch gegangen. Nur die Schule war heil geblieben. Was hatten die Schulkinder doch für ein Glück gehabt.

Wir Schüler heute können echt dankbar sein, dass in Deutschland Frieden und Demokratie herrscht und dass unser Schulleben ohne Gefahr ist.