Uralte Wasserburg in Kriegshoven

Früherer Rittersitz ist bewohnt und deshalb nur von außen zu besichtigen. Artikel der Swistbachschule Heimerzheim, Klasse 4d.

Heimerzheim. Die Burg Kriegshoven bei Heimerzheim liegt schön eingebettet zwischen Obstgärten und Wiesen. Sie ist schon Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet worden. Man gelangt über eine alte Kastanienallee in den Burgvorhof (früher Plettenberger Hof). Dort führt eine Rundbogenbrücke in den einstigen Rittersitz.

Ein Stiftsküster von Sankt Kunibert übertrug im Jahr 1247 dem Besitzer Heinrich von Creshovin einen Teich. Die spätere Burganlage wurde dort im 16. Jahrhundert unsymmetrisch mit zweiflügeligem, hohem achteckigen Treppenhaus und niedriger Kapelle errichtet.

Das Aussehen der Burg heute, ist geprägt von den Umbauten, die Emil von Wülfing nach den Plänen des Grafen Mörner 1869 vornahm. Die Burg wechselte oft ihre Besitzer. 1868 erwarb der Oberregierungsrat Emil von Wülfing die Wasserburg und erweiterte das Herrenhaus zu einer dreiflügeligen Anlage. Nach dessen Tod ging die Burg in den Besitz seines gleichnamigen Sohns über.

Nachfolger des jüngeren Emil von Wülfing wurde sein Schwiegersohn Friedrich von Scherenberg, der mit Maria von Wülfing verheiratet war. Die Burg Kriegshoven befindet sich bis heute im Besitz der Familie von Scherenberg. Die Wassergräben, von denen nur noch ein Weiher übrig geblieben ist, wurden im 19. Jahrhundert zugeschüttet.

Die noch vorhandene Wetterfahne auf dem alten Turm zeigt einen Löwen, der das Doppelwappen der ehemaligen Besitzer und die Jahreszahl 1657 hält. Die Besucher dürfen heute nicht in die Burg, sondern nur bis zum Hof. Von dort aus kann man die Burg besichtigen, aber nur von außen.

Swistbachschule Heimerzheim, Klasse 4d