Spionage bis ins Kinderzimmer

Hört Alexa in den eigenen vier Wänden mit?

Spielende Kinder, Musik, einer hört mit - Alexa. Sie kann fast alles, wie Musik abspielen, Einkaufslisten notieren, den Wetterbericht oder Spielergebnisse einer Mannschaft wiedergeben. Im Oktober 2016 kam der Alexa-Sprachassistent von Amazon auf den Markt. Seitdem wurden laut Amazon über 100 Millionen Exemplare weltweit verkauft.

Datenschützer gehen davon aus, dass der Alexa-Sprachassistent zwar die Befehle des Eigentümers ausführt, aber auch alle möglichen Daten erfasst und weitergibt. Amazon sagt zwar, dass nur die Befehle von Alexa nach Aktivierung befolgt werden. Datenschützer sagen etwas anderes. Denn Alexa befindet sich im permanenten Standby-Modus. Wird eins der Code-Wörter wie Alexa gesagt, wird sie sofort aktiviert, auch versehentlich. Alles, was gesprochen wird, wird sofort an den Amazon-Alexa-Server übertragen. Auch das, was Unbeteiligte und Unwissende sagen, ohne deren Wissen und deren Einwilligung. Gerade Kinder denken, dass Alexa nur ein Spielzeug sei. Sie denken nicht an die Gefahren und geben oftmals private Dinge preis, wie zum Beispiel den Wohnort.

Die Alexa-Server befinden sich in den USA. Die strengen deutschen Datenschutzbestimmungen also werden umgangen. Es wurden bereits Daten von Alexa bei Kriminalverfahren verwendet. In den USA hat ein Verdächtiger darum gebeten, dass Alexa-Daten verwendet werden. In Deutschland wollte die Polizei den Mann, der dem Amokläufer von München die Waffen verkauft hat, mit Alexa überführen Ein bewusster Umgang mit den Medien ist hier besonders gefragt, nicht nur bei Jugendlichen. Auch wer ein Handy besitzt, sollte wissen, dass dies auch bei Siri, Google-Assistent und Co. zutreffen könnte.

Kardinal-Frings-Gymnasium, Klasse 8c