Über Burschenschaften

Sind sie so wie alle sagen?

Burschenschaften

Burschenschaftler unterwegs zu einem Treffen.

BONN. Vorurteile gegenüber Studentenverbindungen: Schülerinnen suchten das Gespräch.

Rauschende Feste, trinken bis zum Morgengrauen, Rechtsorientiert und keine Zeit fürs Studium: So sieht das Klischee einer Verbindung aus. Doch was ist wirklich dran an den Vorurteilen?

Bei einem Treffen mit dem Fuchsmajor der Landsmanschaft Salia in Bonn und einem Alten Herrn der Burschenschaft Marchia haben wir versucht, uns selbst ein Bild zu machen.

"Freundschaft spielt bei uns eine große Rolle!", sagt Jan Petersohn, Fuchsmajor der Landsmannschaft Salia, auf die Frage, wie das Leben in einer Verbindung sei. Während des Interviews machten die Jungen der Salia auf uns einen sehr netten und sympathischen Eindruck.

Oft heißt es über die Mitglieder einer Studentenverbindung, dass sie vom Studium abgelenkt seien. Das sei alles nur ein Vorurteil. Ganz im Gegenteil, das Studium hat Vorrang, erklärten uns die Drei übereinstimmend. Die Verbindung soll für das Studium sogar sehr hilfreich sein, da man viel von den Alten Herren, die bereits im Berufsleben stehen, lernen könne und einen Einblick bekomme, sagt Thomas Preil, Alter Herr der Burschenschaft Marchia.

Auch das Vorurteil, dass viele Verbindungen, insbesondere Burschenschaften sehr rechtsorientiert seien, weisen alle drei von sich. Jan Petersohn erzählte, dass es natürlich auch Verbindungen gibt, die rechtsorientiert seien, diese seien namentlich bekannt und würden von vielen Verbindungen gemieden.

Thomas Preil und Jan Petersohn waren sich in ihrem Fazit einig: "Es war eine sehr interessante Zeit, die mein Leben sehr geprägt hat und in der ich viele gute Freunde gefunden habe." Auch wir zogen ein Fazit: Wir haben den Eindruck, dass keines der Vorurteile immer zu 100 Prozent stimmt. Deshalb sollte man mit dem Thema Verbindungen differenzierter umgehen. Liebfrauenschule

Klasse 8b