Halten verboten

Absolutes Halteverbot: Eine Politesse bei der Arbeit.

29.05.2013 Linz. Es ist ein ganz normaler Dienstag in Linz am Rhein. Wir begleiten eine Politesse auf ihrem Gang durch die Stadt. Ihr Auftrag lautet: die Kontrolle des ruhenden Verkehrs.

Ihr Rundgang erfolgt nicht zu festgelegten Zeiten und dauert ein bis drei Stunden. Die Geldbußen reichen von fünf bis 40 Euro. Fünf Euro muss man zahlen, wenn man keine oder eine falsch eingestellte Parkscheibe hat. 35 Euro kostet das Parken auf dem Schwerbehindertenparkplatz ohne Behindertenausweis. Unsere Politesse erklärt uns, dass dies am häufigsten passiert. Parken in verbotenen Zonen wie der Fußgängerzone kostet 30 Euro.

Die Höhe der Geldbußen ist im Bußgeldkatalog festgeschrieben und gilt in allen Bundesländern. Außerdem hat die Politesse die Möglichkeit, auch mündlich zu verwarnen. Dabei muss sie genau schauen, wo das Auto steht, was falsch gemacht wurde und warum es so gekommen ist.

Auf Beschimpfungen versucht die Politesse ruhig zu bleiben und es zunächst zu ignorieren, um eine Eskalation zu vermeiden. "In Linz kam es noch nie zur Handgreiflichkeit", sagt die Angestellte der Verbandsgemeinde.

Auf die Frage, ob ihr der Beruf Spaß macht, antwortet sie: "Mit der Zeit macht es Spaß, draußen an der frischen Luft zu arbeiten und Kontakte aufzubauen." Noch mehr würde ihr Beruf aber Spaß machen, wenn die Autofahrer aufmerksamer wären und damit weniger falsch parken würden.

Martinus-Gymnasium-Linz, Klasse 9c (Hilal Akkoyun und Luisa Gjocaj)