Drei, zwei, eins, Jugger!

Jugendliche der Thomas-Kirchengemeinde trainieren regelmäßig das Spiel Jugger.

Jugendliche der Thomas-Kirchengemeinde trainieren regelmäßig das Spiel Jugger.

Die neue Mannschaftssportart wurde fürs Kino erfunden - jetzt wird sie auch in Bonn gespielt.

Samstagnachmittag. Fußgänger schlendern und Fahrradfahrer radeln gemütlich durch die Rheinaue. Plötzlich ertönen die Rufe "Drei, zwei, eins, Jugger!" des Schiedsrichters. Die neugierigen Blicke wenden sich dem Spielgeschehen zu.

Der Sport, den Jugendliche hier im Verein "Nightfox-Bonn" spielen, heißt "Jugger". Die Sportart wurde von einem Fan aus dem Spielfilm "Die Jugger, Kampf der Besten" aus dem Jahr 1989 übernommen und wird seit 1993 weiter entwickelt. Im Jahr 2003 wurde die erste offizielle Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Die offiziellen Regeln werden von 44 internationalen Juggerteams immer wieder in Übereinstimmung überarbeitet.

Gespielt wird Jugger mit zwei Mannschaften, die jeweils aus fünf Feldspielern bestehen. Ziel ist es den Ball (Jugg) möglichst oft im gegnerischen Tor (Mal) zu platzieren. Lediglich einer der fünf Feldspieler, der Läufer, darf den Jugg aufnehmen und im Mal platzieren. Die anderen vier Feldspieler (Pompfer) sind mit gepolsterten Sportgeräten (Pompfen) ausgestattet, mit denen sie gegnerische Spieler abtippen können.

Abgetippte Spieler dürfen für eine festgelegte Dauer nicht mehr am Spiel teilnehmen. So können die vier Pompfer den eigenen Läufer beim Punkten unterstützen. Das am Anfang mittelalterlich wirkende Spiel basiert also eigentlich auf Schnelligkeit und Geschick.

Amos-Comenius-Gymnasium, Klasse 8a