Die Kraft der Musik

Melodien beeinflussen Körper und Seele und können auch Medizin sein.

ach dem anstrengenden Schultag erstmal Kopfhörer auf und Musik an. Ein schneller rhythmischer Beat erklingt in meinem Ohr und der Kopf fängt an im Takt der Musik der Gruppe Bangtanboys (BTS) zu nicken. Die Musik lenkt von dem stressigen Alltag ab, produziert Glückshormone und verringert die Ausschüttung von Stresshormonen. Legt man jetzt seine Hand aufs Herz, merkt man, dass sich der Herzschlag verändert.

Aber nicht nur der Herzschlag verändert sich im Körper, auch der Blutdruck, die Atemfrequenz und die Muskelspannung verändern sich je nach Musikrichtung. Verschiedene Hormone werden ausgeschüttet bei schneller, aggressiver Musik Adrenalin, bei sanfter ruhiger Musik Noradrenalin.

Musik löst Emotionen aus

Der nächste Song der Playlist wird abgespielt "Wild and Free" von Lena Meyer-Landrut. Ein emotionaler Song für mich. Ich werde traurig, da ich diesen Song mit einem besonderen persönlichen Ereignis verbinde. Denn auch das kann Musik: Sie kann in uns Emotionen auslösen oder Erinnerungen wachrufen.

Aus Versehen komme ich auf ein Weihnachtslied, ich höre es mir eine Weile an und komme sofort in Weihnachtsstimmung obwohl Weihnachten schon längst vorbei ist. Schon ein einziges Lied oder eine bestimmte Melodie reicht um uns in eine bestimmte Stimmung zu versetzen.Dies geht nicht nur bei Weihnachtsmusik sondern zum Beispiel auch bei Horrormusik in einem Film.

Aber das ist noch längst nicht alles was Musik kann! Musik fördert unter anderem unsere geistige und soziale Entwicklung und mobilisiert das Gehirn. Außerdem ist Musik eine Gedächtnisstütze, deshalb werden in der Kirche auch unter anderem Lieder gesungen, da man sich so den Inhalt besser merken kann.

Musik wird sogar in Psychiatrien und anderen therapeutischen Bereichen als "Medizin" genutzt, denn sie kann Schmerzen lindern, Erinnerungen wachrufen, eine psychische Barriere überwinden oder eine Kommunikation ermöglichen. Letztendlich kann man sagen, Musik ist ein Multitalent und kann in uns Menschen so einiges auslösen.

Liebfrauenschule, Klasse 8b