38. GA-Wandertag an der Ahr

Wingerte, Wald und Wasser

Kloster und Schulen des Calvarienberges sind Blickfang für die Wanderer von der Gemarkung "Rodische" aus.

Kloster und Schulen des Calvarienberges sind Blickfang für die Wanderer von der Gemarkung "Rodische" aus.

REGION. Wälder, Wingerte, Wasser, Wein und Geschichte - das erleben die Teilnehmer beim 38. Wandertag des General-Anzeigers. Der macht am Sonntag, 20. September, zum sechsten Mal im Kreis Ahrweiler Station.

Der Start erfolgt diesmal in Bachem am neuen Dorfplatz an der Himmelsburger Straße. Die mit Startkarten ausgerüsteten Teilnehmer können zwischen 9 und 11 Uhr losmarschieren.

Zieleinlauf ist ebenfalls wieder in Bachem. Angeboten werden dabei vier Strecken, die über fünf, zehn, 20 und 30 Kilometer führen. Heute stellt der General-Anzeiger die beiden Kurzstrecken vor, die im ersten Etappenabschnitt identisch sind. Denn sie führen vom Start am neuen Dorfplatz an der Himmelsburger Straße durch die Frühburgunderwingerte und ein Waldstück auf den Karlkopf, von wo es oberhalb der Weinberge des Wiesentales und später durch den Bachemer Wald zur Verpflegungsstation an der Lourdes-Kapelle geht, die nach 2,8 Kilometern erreicht ist.

Die Kapelle wurde 1949 von dem Bachemer Schuhmacher Karl Dresen erbaut - aus Dankbarkeit für seine glückliche Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kuppelanbau aus Lavabrocken stammt aus dem Jahr 1961. Die Kapelle, in der die Madonna verehrt wird, ist heute ein beliebter Wallfahrtsort für Gläubige aus nah und fern.

Die Fünf-Kilometer-Strecke führt anschließend jenseits des Bachemer Baches entlang der Steinkauler Straße zum Zieleinlauf vor dem historischen Backhaus von Bachem, in dessen Obergeschoss ein kleines Winzermuseum untergebracht ist.

Auf der Zehn-Kilometer-Strecke, die an der Lourdes-Kapelle abzweigt, gibt es bis zum Ziel noch zwei weitere Verpflegungsstationen. Diese befinden sich in der Quarzkaul oberhalb des Klosters Calvarienberg (6,3 Kilometer vom Start) und an der Walporzheimer Josefbrücke (7,9 Kilometer vom Start). Doch zunächst geht es vom Tal einen Stich durch den Wald hinauf bis zur Gemarkung Godenelter. Diese ist für keltische und römische Funde bekannt. Bergab geht es dann entlang von Feldern und Weinbergen zum Ardennenplatz, wo die Ramersbacher Straße (L84) gequert wird.

Die Kinderwagenstrecke dorthin führt wie bei der Fünf-Kilometer-Strecke über die Steinkauler Straße, dann über die Königsstraße, die Eifelstraße und die Laurentiusstraße zum Ardennen-Platz vor dem Seniorenheim Sankt Anna. Nach einem kleinen Stück über die Georg-Habighorst-Straße geht es dann quer durch die Weinberge oberhalb von Ahrweiler und mit Blick auf das Kloster und die Schulen des Calvarienbergs zur Quarzkaul.

Dort wurde früher, wie der Name schon sagt, Quarz abgebaut. Die Kaul ist aber auch der Platz, an dem die Ahrweiler Schützenkönige ermittelt werden. Da bietet sich dann wieder Gelegenheit für eine erfrischende Pause, ehe sich die Strecke für Wanderer und Kinderwagen mit Ziel Josefbrücke teilt. Wanderern erschließt sich das romantische "Tal der Verliebten" mit der Maibachklamm und zwölf hölzernen Stegen, die bis zur Ahr über den kleinen Bach führen. Ist der Fluss an der Leywoog in Sicht, geht's links über die Flur "Rodische" zur Josefbrücke.

Mit Kinderwagen fällt die Strecke kürzer aus, denn hinter der Quarzkaul geht's zwei Mal rechts direkt auf "Rodische" und das Etappenziel zu. Pause mit Blick auf das Weindorf Walporzheim und die Ahr. Ab der Josefbrücke geht es dann auf der linken Ahrseite weiter immer dem Wasser nach.

Markanter Punkt auf der Schlussetappe ist das Ahrtor als Eingang in die Altstadt aus dem 14. Jahrhundert, das nach seiner Zerstörung durch Fliegerbomben am 29. Januar 1949 bis 1957 wieder aufgebaut wurde. Am Ahrtor geht es dann über den Zebrastreifen wieder zum Ahrufer und an der Schwimmbad-Brücke vorbei bis zur Bachemer Brücke.

Diese wird überquert und schon findet sich direkt hinter der Drei-Spindel-Kelter am Ortseingang die Königsstraße, die als Allee und Spielstraße über nur wenige Hundert Meter zum Ziel am alten Backes und der Leonhardus-Kapelle führt.

Startkarten

Die Startkarten gibt es in allen Zweigstellen des General-Anzeigers und bei der GA-Agentur Bianca Quadt, Friedrich-Breuer-Straße 46-50 in Bonn-Beuel, Montag bis Freitag 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 8.30 bis 16 Uhr. Die Zweigstelle Bonn Bottlerplatz hat samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet, Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.

Die Zweigstellen Bad Godesberg und Siegburg sind samstags von 9 bis 13 Uhr besetzt, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr. Öffnungszeiten der Zweigstellen Bad Honnef und Ahrweiler sind Montag bis Freitag von 9.30 bis 13 und von 13.30 bis 17 Uhr. Samstags sind diese beiden Stellen geschlossen.

Ebenfalls bietet der Ahrtal-Tourismus die Karten in seinen Geschäftsstellen in Bad Neuenahr, Hauptstraße 80, und Ahrweiler, Am Blankartshof 1, an. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr.

Die Startkarten kosten für Erwachsene im Vorverkauf 3,50 Euro, Tageskasse 4 Euro. Kinder bis sechs Jahre sind frei. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen 3 respektive 3,50 Euro. Vorteil einer Karte im Vorverkauf ist die Teilnahme am Bus-Shuttle aus Richtung Bonn/Bad Godesberg nach Bachem und zurück.

Wichtig: Ohne Startkarte ist das Benutzen des Bus-Shuttles nicht möglich. Auch an den offiziellen Verpflegungsstationen auf den vier Strecken ist die Startkarte von Wert. Denn nur mit Karte gibt es die Erfrischungen unterwegs gratis.

Am Shuttle und an den Verpflegungsstationen werden die Karten kontrolliert.