Jubiläumsausgabe durchs Siebengebirge

Tausende Wanderer beim GA-Wandertag im Siebengebirge

Siebengebirge. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ging der 40. GA-Wandertag über die Bühne. Tausende Wanderer erkundeten auf vier Routen das Siebengebirge.

Besondere Ereignisse erfordern besonders festgehalten zu werden – im Optimalfall vor besonderer Kulisse. Und so formierte sich der Trupp vom Gymnasium Alleestraße Siegburg Sonntagmittag nach absolvierter Fünf-Kilometer-Strecke vor der Chorruine des Klosters Heisterbach zum Gruppenfoto. Die Kinder im Zentrum, Eltern und Lehrer drum herum, alles in allem 76 Personen.

Den 40. GA-Wandertag nutzte die Klasse 5 a für ihren ersten gemeinsamen Ausflug nach dem Start an der weiterführenden Schule. Wie sie hielten es am Sonntag gut 4000 Teilnehmer, die bei perfekten Wanderbedingungen auf die fünf, zehn, 
20 oder 30 Kilometer langen Routen gingen: Top-Bilanz zum Jubiläum „40 Jahre GA-Wandertag“.

Während die Wandergruppe vom Siegburger Gymnasium, angeführt von den Klassenlehrerinnen Anke Braun und Maria Gammersbach, ihren Kennenlerntag vor historischer Kulisse langsam ausklingen ließ, hatten die Helfer an den Verpflegungsständen auf dem Parkplatz vor dem Gelände bereits alle Hände voll zu tun. Immer mehr Teilnehmer nutzten die Pausenstation für eine kurze Rast auf ihrem Weg. „Holunderblüte ist der absolute Renner“, wussten die Mitarbeiter am Stand von Sinziger Mineralbrunnen zu berichten, der das Großereignis unterstützte. Und nicht nur die beliebte Schorle, sondern natürlich auch ein Sprudelwasser nach dem anderen ging dort – wie an allen Pausenstationen – über den Tresen.

Prominente Gäste am Haus Schlesien

Kein Wunder, denn nach wanderuntauglicherem Regenwetter noch am Samstag konnte es den Teilnehmern am Sonntag zwischendurch ganz schön warm werden. „Das haben wir doch so bestellt“, meinten mit einem Schmunzeln Birgit und Manfred Brisch, zwei passionierte Wanderer und Mitglieder des Eifelvereins, beim Blick hinauf zum fast wolkenlosen Himmel. Gut drei Stunden war es zu diesem Zeitpunkt her, dass Eva Bühler, Leiterin der Marketingabteilung des General-Anzeigers, gemeinsam mit Lukas an Haus Schlesien in Heisterbacherrott die Strecken für den 
40. GA-Wandertag offiziell freigegeben hatte.

Als Gäste begrüßte Bühler im Innenhof von Haus Schlesien unter anderem Landrat Sebastian Schuster, Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz und den Vorsitzenden des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge, Hans Peter Lindlar. Ihr besonderer Dank galt den unzähligen Helfern, unter anderem dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und hier speziell Thomas Deckert, der die vier Routen ausgearbeitet hatte.

 

Die Fünf-Kilometer-Route führte die Wanderer am Weilberg entlang zur Klosterlandschaft Heisterbach. Dort nutzten nicht nur die Pennäler aus Siegburg, sondern auch andere Wanderer die Gelegenheit, um einen Abstecher zur Chorruine im Inneren der Anlage zu machen, bevor sie der Weg dann am Stenzelberg vorbei zurück zu Haus Schlesien führte. Wer die doppelt so lange Strecke nahm, der hatte zudem einen herrlichen Blick über die Weinberge in Oberdollendorf und auf Bonn.

Prädikat: wiederholenswert

Die Wanderer auf der 20-Kilometer-Route hingegen wanderten zunächst in Richtung Vinxel und wurden belohnt mit einem besonderen Ausblick über das Siebengebirge, bevor es über Oberkassel nach Dollendorf und zurück nach Heisterbacherrott ging. Wer die 30 Kilometer in Angriff nahm, der hatte bis dahin allerdings noch einiges an Weg zurückzulegen, führte ihn die Route doch bis Schloss Birlinghoven und damit auf Sankt Augustiner Stadtgebiet. Doch egal, welche Route angesteuert wurde: Die Wege fanden allseits Lob bei den Wanderern.

„Die Strecke ist heute wirklich besonders schön“, befand entsprechend nicht nur Hans-Josef Meurer aus Bonn, als er sich im Innenhof von Haus Schlesien am frühen Nachmittag die Teilnehmerurkunde abholte. Da er mit den Enkeln Fabian und Yannick, 13 und zehn Jahre alt, unterwegs war, wählte er die Zehn-Kilometer-Runde. „Es hat Spaß gemacht“, befand Fabian. Prädikat also: wiederholenswert.

Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf

Viel Lob gab es auch für den Ablauf des Tages. „Die Organisation ist immer super, großes Kompliment“, meinte das Ehepaar Brisch, das wie viele andere Wanderer mit dem Bus-Shuttle von Univers ins Siebengebirge gekommen war. Eine unerlässliche Unterstützung, denn auch so wurde es arg eng mit Parkplätzen, waren auch umliegende Straßen am Haus Schlesien in Kürze übervoll. Bequemer – und für Startkarteninhaber kostenfrei – ging es mit dem Shuttle nach Heisterbacherrott und zurück.

Großen Anteil daran, dass auch dieser GA-Wandertag zum Erfolg geriet, hatten nicht zuletzt viele Helfer, auch solche in Uniform. Für den reibungslosen Ablauf und die Verpflegung der Wanderer sorgten die Bundespolizei sowie das Deutsche Rote Kreuz. Alleine 22 DRK-Helfer aus Rheinbach, Siegburg und Bad Honnef – vertreten war auch die Motorradstaffel aus Bad Honnef, die selbst in unwegsamstem Gelände schnell an Ort und Stelle sein kann – standen bereit.

Aber nur in einem Fall, so DRK-Einsatzleiter Jens Kölzer, musste einem Wanderer geholfen werden. Verteilt auf alle Stationen waren beachtliche 40 Mitglieder der Bundespolizei im Einsatz. Mit dem Schöpflöffel, denn Hunderte Portionen Erbsensuppe gingen über die Theken, ein absolut fester Bestandteil des GA-Wandertags. Auch Kaffee wurde gereicht. Die Bäckerinnung bot Kuchen feil, und die Restaurantbelegschaft von Haus Schlesien hatte den Grill angeheizt.

Alle Infos zum 40. GA-Wandertag gibt es in unserem Special unter ga-bonn.de/wandertag.