Beteiligung aus der Bundesliga Stegemann pfeift E-Jugend-Finale beim GA-Torfieber

Das E-Jugend-Finale stellte Sascha Stegemann vor keine Probleme.

Bonn. Nicht nur wegen der besonderen Rahmenbedingungen durften sich die Mannschaften im E-Junioren-Finale wie echte Profis fühlen. Denn die Leitung der Partie übernahm mit Sascha Stegemann ein Bundesliga-Schiedsrichter.

In der Fußball-Bundesliga ist er regelmäßig aktiv, auch die Erfahrung eines hitzigen Relegations-Duells hat Sascha Stegemann schon gemacht. Nun kann der 34-jährige Schiedsrichter auch ein Finale zu den von ihm geleiteten Partien zählen: das E-Junioren-Finale zwischen dem 1. FC Niederkassel und dem SV Rot-Weiß Röttgen beim GA-Torfieber.

Nicht die Münchner Allianz Arena oder der Dortmunder Signal-Iduna-Park war für ihn am Sonntag der Ort des Geschehens, sondern der Sportpark Pennenfeld im Bonner Süden. Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Turniers hatte Stegemann die Leitung eines Finalspiels versprochen. Schon mehrmals in den vergangenen Jahren hatte das Organisationsteam beim Bundesliga-Referee aus Niederkassel angefragt, der aber wegen Urlaubs oder Lehrgängen absagen musste. „Umso mehr freue ich mich, dass ich mein Versprechen einlösen konnte“, sagte Stegemann vor dem E-Junioren-Finale.

Vor dem Anpfiff ging er ordnungsgemäß mit seinen beiden Assistenten Maurice Stubenrauch und Sophie Niche in den Kabinentrakt und kontrollierte Schuhe und sonstige Ausrüstung der jungen Kicker. Im Spiel selbst wurde der 34-Jährige durch das äußerst faire Auftreten beider Teams nicht vor Probleme gestellt – und bekannte dennoch mit einem Augenzwinkern: „Es schien nach dem 2:0 für Niederkassel ja schon alles entschieden, aber mit dem 2:2 durch Röttgen war die Begegnung wieder völlig offen. Da ist dir als Schiedsrichter bewusst, dass du mit jeder Entscheidung Einfluss auf den Ausgang der Partie hast.“ Knifflige Situationen blieben Stegemann aber erspart.

Etwas Besonderes war die Partie nicht nur für die beteiligten Nachwuchskicker, sondern auch für Stegemanns Assistenten. „Es ist natürlich toll, wenn man mit einem Bundesliga-Schiedsrichter ein Gespann bildet. Es hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht“, meinte Niche nach dem Finale. Gut möglich, dass es nicht der letzte Auftritt Stegemanns beim Torfieber gewesen ist. „Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich früher bei Jugendturnieren gespielt habe“, sagte der Unparteiische, „das war einfach ne tolle Geschichte.“

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