GA-Sommergarten

Sechs Schüler-Big-Bands begeistern die Zuhörer

Auch die Big Band der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule war beim GA-Sommergarten dabei.

BAD GODESBERG. Big Bands satt gab es gestern beim GA-Sommergarten im Kastaniengarten des Rheinhotels Dreesen. Über dreieinhalb Stunden zeigte der Musikernachwuchs aus Bonn und der Region, was er Tolles drauf hat und begeisterte das Publikum mit Swing und Latin, Blues und Jazz.

Gleich sechs der besten Big Bands hatte das Netzwerk Ludwig van B. mit dem GA auf die Bühne gebracht und sorgte damit bei Musikern und Zuhörern für einen gelungenen Start in den Wahlsonntag. Bereits die erste Big Band der Europaschule in Bornheim durfte nicht ohne Zugabe von der Bühne. Für die beiden Leiter, Balthasar Guggenmos und Henrik Holtbernd, stand sofort nach dem Auftritt fest: "Da wollen wir nächstes Jahr wieder mit dabei sein. Hier haben wir gemerkt, dass die Leute wirklich kommen, um Musik zu hören. Und für die Schüler ist es total schön, mal außerhalb der Schule spielen zu können."

Das galt natürlich auch für die Lokalmatadoren von "Brassrock" der Godesberger Gesamtschule - trotz etwa 30 Auftritten im Jahr. "Wir sind bereits das dritte Mal hier mit dabei", berichtete Bandmitglied Philipp Adam. "Bisher hat es immer viel Spaß gemacht. Und vor allem kriegen wir dann mit, wie die anderen spielen." Diesen wichtigen Effekt hob auch die Vorsitzende des Netzwerks, Solveig Palm, hervor: "Es gibt gar nicht so viele Gelegenheiten, in so einem Rahmen aufzutreten. Es ist besonders schön, dass sich die Big Bands gegenseitig hören können. Fürs Üben im Alltag ist das hier bei der lockeren und heiteren Atmosphäre eine wunderbare Motivation."

Dass Improvisation bei dieser Gelegenheit großgeschrieben wurde, erkannte man beispielsweise auch daran, dass man sich untereinander aushalf. So sprang der Schlagzeuger Richard Mühlen-Münchhoff von der Big Band der Musikschule Bonn bei Brassrock ein und begleitete professionell die Jazz-Blues-Klassiker der Godesberger Schüler.

Mutter Ursula Mühlen-Münchhoff, die ihren Sohn begleitete, war einmal mehr begeistert von der gesamten Atmosphäre im Kastaniengarten: "Eine tolle Location. Und für die Jugendarbeit in Bonn ein perfekter Rahmen." Die Komplimente für den Veranstaltungsort gab auch Besucherin Ulla Klein aus Meckenheim weiter: "Wenn ich den Rhein sehe, dann strahle ich immer. Und ich finde es toll, dass es die Möglichkeit gibt, bei freiem Eintritt so eine Veranstaltung zu besuchen."

Neben der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule und der Europaschule traten im fliegenden Wechsel die Schüler der Musikschule Bonn, des Hardtberg-, des Tannenbusch- und des Gymnasiums Nonnenwerth im Kastaniengarten auf. Apropos Wahlsonntag: Moderator Robert Wittbrodt wies darauf hin, dass die Veranstalter im Eingangsbereich eine Urne aufgestellt hatten. Nicht zum Wählen, aber um den musikalischen Nachwuchs der Stadt zu unterstützen.