Dach der Bundeskunsthalle

Mariachi-Band eröffnet den GA-Sommergarten

Mariachi spielen auf: Die Band Alma de Mexico eröffnet an diesem Sonntag den GA-Sommergarten.

Mariachi spielen auf: Die Band Alma de Mexico eröffnet an diesem Sonntag den GA-Sommergarten.

Bonn. Der Choreograph und Gitarrist Miguel Angel Zermeño eröffnet mit seiner Band Alma de Mexico an diesem Sonntag den GA-Sommergarten auf dem Dach der Bundeskunsthalle. Und verspricht, für gute Laune zu sorgen.

Das Bild ist aus Hollywood-Filmen bekannt: Mexikanische Musiker in schwarzen Hosen und bestickten Jacken spielt gut gelaunt auf. Was nach einem Klischee klingt, ist keins. „Tatsächlich ist die Entwicklung der modernen Mariachi und der Filmindustrie der 30er bis 50er Jahre oft Hand in Hand gegangen“, erklärt Miguel Angel Zermeño.

Zermeño wurde in der Metropole Guadalajara, in der die Mariachi in ihrer jetzigen Form in Mode kamen, geboren und beschäftigte sich schon als Kind mit Musik und Tanz. Mit 14 Jahren erhielt er ein Stipendium für ein Studium an der „Casa de la Cultura de Celava“, was sein Umfeld kritisch sah: „Mariachi sind das eine, doch zeitgenössischer Tanz gilt in einem Land, in dem der Machismo noch sehr stark ausgeprägt ist, nicht als männlich.“ Doch Zermeño ging seinen Weg. 2005 gründete er in Bonn seine Veranstaltungsfirma „Las Fiestas“, später entstand das Ensemble Alma de Mexico. Zermeño spielt Bassgitarre und übernimmt die Percussion.

Und letzteres nicht nur mit den Händen. „Mariachi tragen üblicherweise Cowboystiefel mit harten Sohlen, weil sie sich ja aus den Rancheros heraus entwickelt haben, die in der Wüste robuste Kleidung brauchten. Diese Stiefel erzeugen einen besonderen Sound, ähnlich wie beim Stepptanz, aber weitaus kräftiger. Daher kommt der Rhythmus auch immer aus einer Bewegung heraus, aus einem Tanz.“ Der die indigenen Traditionen der mexikanischen Ureinwohner ebenso berücksichtigt wie den Flamenco der spanischen Siedler. „Wie eigentlich alles in Mexiko ist auch die Mariachi-Musik eine Mischung“, sagt Zermeño. „Sie besitzt die Würze der alten Einflüsse, aber auch den Glamour der mexikanischen Filmära.“

Das Konzert findet von 11.30 Uhr bis 14.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Für Gehbehinderte gibt es einen Aufzug. Weitere Sommergarten-Konzerte: 1. Juli: Marco Marchi and the Mojo Workers (Blues/Jazz), 15. Juli: Le Clou (Cajun), 29. Juli: Patricia Gomero (Latin); 12. August: Brass Neva Sankt Petersburg (Jazz), 26. August: Hop Stop Banda (Russischer Folk).