GA-Sommergarten

Gitarrist Rouzbeh Asgarian spielt diesen Sonntag in Bonn

Rouzbeh Asgarian vor einem Auftritt beim Circus Roncalli.

Rouzbeh Asgarian vor einem Auftritt beim Circus Roncalli.

Bonn. Der deutsch-iranische Gitarrist Rouzbeh Asgarian spielt mit seinem Septett an diesem Sonntag, 11. Juni, beim GA-Sommergarten auf dem Dach der Bundeskunsthalle. Er verspricht paradiesische Klänge.

Das Treffen mit Rouzbeh Asgarian findet im Zirkus statt. Ein Interview kurz vor der nächsten Vorstellung. Gut gelaunt steht der 38-Jährige in der Sonne, die Jacke seines Fracks hat er vorübergehend abgelegt. Der deutsch-iranische Gitarrist, der am 11. Juni im Rahmen des GA-Sommergartens mit seinem Septett auftreten wird, hilft derzeit bei Roncalli aus, vertritt einen Kollegen und genießt diese doch nicht ganz alltägliche Erfahrung.

„Ich habe so etwas ja schon öfters gemacht, aber es ist jedes Mal toll“, freut er sich. „Man muss halt alles spielen können, jeden Stil beherrschen und jedes Genre – und das dann absolut synchron mit den verschiedenen Artisten. Das ist natürlich eine Herausforderung, macht aber zugleich unglaublich viel Spaß.“

Mit seiner eigenen Band geht Asgarian dennoch andere Wege. Feiner Jazz verbindet sich mit einem leichten Rock-Impetus und den Klängen seiner persischen Heimat. E-Gitarre und Trompete treffen auf das mit dem Hackbrett verwandte Santur und die Langhalslaute Tar zu einem völlig neuen Klangerlebnis. „Ich bin mit sechs Jahren nach Deutschland gekommen“, erzählt Asgarian. „Meine Eltern haben immer persische Musik gehört, und diese melancholischen Melodien haben sich in mein Unterbewusstsein eingebrannt. Wenn ich Stücke schreibe, kommen diese automatisch in mir hoch.“ Und stehen dann gleichberechtigt neben den westlichen Einflüssen. „Ja. Das hat schon was Paradiesisches“, sagt Asgarian lachend.

Drei Alben hat Asgarian inzwischen mit seiner eigenen Band herausgebracht, alle mit einem hypnotisch-treibenden Sound, der Publikum und Kritiker gleichermaßen verzaubert. „Ich habe mit 13 Jahren meine erste Gitarre geschenkt bekommen, und seit damals war mir klar, dass ich nichts anderes machen möchte. Zum Glück bin ich dabei immer unterstützt worden.“

Nach einem Studium in Maastricht hat Asgarian in Köln eine Heimat gefunden. „Ich habe schon während des Studiums viele Leute von hier kennengelernt und wollte einfach mit ihnen spielen. Das hat geklappt.“ Ob nun bei Roncalli oder in der eigenen Band, zu der übrigens auch Trompeter und Echo-Jazz-Preisträger Frederik Köster gehört. Am kommenden Sonntag wird das Rouzbeh Asgarian Septett von 11.30 bis 14.30 Uhr bei freiem Eintritt auf dem Dach der Bundeskunsthalle auftreten. Bitburger und das Café-Restaurant „Speisesaal“ sorgen als Partner für die kulinarischen Angebote. Für gehbehinderte Besucher gibt es in der Bundeskunsthalle einen Aufzug.