GA-Lieblingsparty

DJ lobt Geschmack der Gäste

BONN. Manchmal gehen Wünsche in Erfüllung, und bei der General-Anzeiger-Lieblingsparty ist das sogar gang und gäbe. Hierfür kann man sich im Vorfeld online Lieder wünschen, und mit etwas Glück werden die bei der Veranstaltung im Pantheon gespielt.

Auch am Samstag hatten die beiden DJs Harald Kirsch und Conrad Schetter wieder eine große Auswahl an Songs, aus denen sie das Programm für die Party zusammenstellen konnten.

"Das geht immer schon sehr früh los", sagte Schetter. "Wir haben immer 200 bis 250 Songs, die gewünscht werden. Für uns ist es die Kunst, davon möglichst viel zu spielen." Alle könne man in einer Nacht nicht unterbringen, so Kirsch. In der Zeit von 22.30 bis 4 Uhr schaffe man 80 bis 90 Lieder.

Allerdings seien nicht immer alle Wünsche partytauglich - Death Metal etwa könne man dem Großteil des Publikums nicht zumuten. Andererseits legen die beiden durchaus mal Stücke auf, die laut Schetter bei anderen DJs verpönt sind: Auf ihrer Liste stand zum Beispiel auch "Atemlos" von Helene Fischer.

Unter den Wünschen seien in der Regel jeweils zu etwa einem Drittel Standard-Partylieder, ungewöhnliche Songs und solche, die recht schnell aussortiert werden, so die Discjockeys. Manche Wünsche würden ins Programm genommen, auch wenn sie nicht so gut zum Tanzen geeignet seien - zum Beispiel als Einlassmusik. Sorgen hätten sie nicht, die richtige Auswahl zu finden. "Die Leute haben überwiegend einen guten Geschmack", lobte Kirsch.

Von eher alt bis ganz aktuell sei alles dabei. "Es ist eine Herausforderung, den Bogen über die Jahrzehnte spannen zu können", sagte er. Langweilig werde es nie, meinte Schetter. "Obwohl ich seit 20 Jahren DJ bin, sind immer wieder neue Lieder dabei." Und auch mal solche, "wo man sich selber wünscht, dass sie mal gewünscht werden", so Kirsch.

Etwa von der Popband Prefab Sprout, die er sehr schätze - den Wunsch habe er gerne gespielt, auch wenn sich diese Musik nur bedingt für die Tanzfläche eigne. Daneben würden aber auch am Abend immer noch Wünsche entgegen genommen. "Wir wissen ja nie, ob die Leute, die sich etwas gewünscht haben, an dem Abend auch tatsächlich kommen."

Auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann: "Das Konzept kommt immer gut an." Das zieht die Leute immer wieder zur GA-Lieblingsparty, die auch am Samstag wieder gut besucht war.