Bonner Immobilienmesse am 16. September

35 Aussteller auf der 6. Bonner Immobilienmesse

Die alljährliche Bonner Immobilienmesse im Telekom Dome auf dem Hardtberg (hier ein Foto von 2016) erfreut sich großen Interesses. Sie bietet wertvolle Informationen für Mieter, Vermieter und Eigenheimbewohner.

Die alljährliche Bonner Immobilienmesse im Telekom Dome auf dem Hardtberg (hier ein Foto von 2016) erfreut sich großen Interesses. Sie bietet wertvolle Informationen für Mieter, Vermieter und Eigenheimbewohner.

BONN. Auf der 6. Bonner Immobilienmesse am Samstag, 16. September (11 bis 18 Uhr), im Telekom Dome auf dem Hardtberg präsentieren sich 35 Aussteller. Sechs Fachvorträge bieten viele Tipps. Besucher haben freien Eintritt.

Für manche Immobilienbesitzer ist es ein wahrer – auch emotionaler – Kraftakt, sich mit dem Verkauf der eigenen Immobilie zu befassen. Denn dann gilt es, viele Fragen zu klären, um einen zufriedenstellenden Abschluss zu finden. So ganz besonders die Frage, ob sich ein derart wichtiges Geschäft auch ohne Makler abwickeln lässt, um den bestmöglichen Preis für die eigene Immobilie zu generieren.

Wer sich zu einem Verkauf in Eigenregie entschließt, sollte eine Reihe wichtiger Punkte beachten. Der Verkauf könnte sonst zu einem wirtschaftlichen Reinfall werden, rät Philipp Rothländer, Verkaufsleiter CorpusSireoMakler GmbH. Seiner Erfahrung nach erzielen private Verkäufer mit der Eigenvermarktung oftmals nicht den bestmöglichen Preis, „weil sie Fehler machen, die vermeidbar sind“, wie er sagt. Welche das genau sind, wird Philipp Rothländer ausführlich in einem Vortrag anlässlich der 6. Bonner Immobilienmesse am Samstag, 16. September, erklären. Sein Fachvortrag beginnt um 11.30 Uhr im Telekom Dome auf dem Hardtberg.

Dabei wird sein Thema „Chancen und Risiken beim privaten Immobilienverkauf“ nur einer von insgesamt sechs Fachvorträgen sein. Für weitere inhaltliche Vielfalt ist gesorgt. Insgesamt haben mehr als 35 Unternehmen zugesagt, die auf der Messe Flaggen zeigen werden – ein neuer Rekord. Ausrichter der Immobilienmesse wird erneut der General-Anzeiger sein. Geöffnet ist die Messe am kommenden Samstag von 11 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei, und kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es vor dem Telekom Dome.

Erwartet werden am 16. September wieder zahlreiche Besucher im Telekom Dome, im vergangenen Jahr waren es etwa 3500. Interessierten will Martin Busch, Leiter der Anzeigenabteilung des General-Anzeigers, vor allem eines bieten: „Eine Plattform, wo sich Verbraucher mit kompetenten Experten über ihre spezifischen Fragen austauschen können.“ Erneut habe man laut Busch bei der Messegestaltung viel Wert darauf gelegt, dass sowohl bei den Fachbeiträgen als auch den Ausstellern eine Bandbreite an Themen abgedeckt wird.

Folglich finden sich im Foyer des Telekom Doms beispielsweise Stände von Firmen aus der Immobilienwirtschaft, so von Maklern, die zahlreiche Verkaufsobjekte im Portfolio haben. Mit dabei sind ferner Fachleute für Sanieren und Finanzieren.

Dazu passt: Bei der Neuauflage der Bonner Immobilienmesse ist wie in den vergangenen Jahren die Bonner Energie Agentur mit einem Stand vertreten, ebenso die Verbraucherzentrale Bonn. „Insgesamt wird das Thema 'Information' ein weiteres Mal groß geschrieben“, betont GA-Anzeigenchef Martin Busch.

Dazu passt beispielsweise der Vortrag von Philipp Rothländer, Verkaufsleiter CorpusSireoMakler GmbH. Schließlich hat er viel Informationsbedarf ausgemacht, besonders wenn es darum geht, die eigene Immobilie zu verkaufen. Eines der Hauptprobleme ist aus seiner Sicht: „Eigentümer gehen immer wieder mit einem zu hohen Angebotspreis an den Markt.“ Das hänge nicht selten mit einer ungenügenden Vorbereitung und falschen – genauer gesagt: wenig kompetenten – Ratgebern wie Freunden und Nachbarn zusammen.

Was dem Experten zudem auffällt: „Privaten Verkäufern fehlt oftmals die nötige Distanz zur eignen Immobilie.“ Das sei in vielen Fällen verständlich, weil es sich bei der Immobilie um den Lebenstraum des Eigentümers handelt: „Aber genau dort liegt dann auch das Problem“, ergänzt Philipp Rothländer. Diese enge emotionale Verbindung zu einem Haus beziehungsweise zur Wohnung verhindere nicht selten eine marktgerechte Preisfindung.

Die Folge kann gravierend sein: Wird eine Immobilie zu einem zu hohen Preis angeboten, findet sie kaum einen ernsthaften Interessenten. Dass wiederum führt dazu, dass der Eigentümer den Verkaufspreis nach einer Weile stufenweise reduzieren muss, was ein Objekt auf dem Markt systematisch „verbrennt“. Anders formuliert: „Der Verkäufer kann die Immobilie eines Tages nur noch zu einem Preis verkaufen, der deutlich unter dem realistischen Marktwert liegt“, erklärt Philipp Rothländer.

Viele Wissenswertes zu anderen Fachthemen bieten am 16. September auch fünf weitere Referenten: Um 12.30 Uhr stellt Roland Kampmeyer, Inhaber der Kampmeyer Immobilien GmbH, den „Immobilienmarktbericht Bonn 2017 – Zahlen, Daten, Perspektiven“ vor. Michael Wachs von der Sparkasse KölnBonn erklärt ab 13.30 Uhr, wie man „mit staatlicher Dreifach-Förderung und Förderkrediten in die eigenen vier Wände“ kommt. „Das lebenslange Wohnrecht: Finanzielle Unabhängigkeit für Senioren und attraktive Rendite für Kapitalanleger“, ist um 14.30 Uhr das Thema von Ralf Kröll, Geschäftsführer der youvalue GmbH.

„Wie finden Sie den richtigen Makler?“, darüber klärt um 15.30 Uhr Andre Wrede, Verbandsjurist des IVD West, auf. Zum Abschluss des Vortragsprogramms hat sich Ingenieur Lars Klitzke, Energieberater der Bonner Energie Agentur, angesagt: Sein Thema lautet „Schritt für Schritt in die erfolgreiche Sanierung – der individuelle Sanierungsfahrplan“.