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Mein Name ist Bach
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Sechs Jahre lang arbeitete die Schweizer Regisseurin Dominique de Rivaz an ihrem Debütfilm, in dem sie das historisch verbürgte Zusammentreffen der beiden Lichtgestalten als Ausgangspunkt für ihre Geschichte von Vätern und Söhnen nutzt. Da ist etwa Friedrich II., der seinen Vater hasst und in Bach am Ende seinen Wunschvater zu erblicken scheint. Und da sind die Söhne Bachs, die ihrem Vater zum Vorwurf machen, nicht aus seinem übermächtigen Schatten treten zu können und im Wettstreit miteinander liegen. Dazu gesellt sich die Liebesgeschichte zwischen des Königs Schwester Amalia (beachten Sie die junge Karoline Herfurth) und dem ältesten Komponistensohn. Das alles ist gut gespielt, Vadim Glowna nahm für seine Rolle sogar Cembalo- und Flötenunterricht und spielt im Film vier Stücke selbst. Jürgen Vogel kommt als Blaublütler zwar ein wenig ungewohnt daher, verleiht der zerrissenen Seele aber unerhörten Ausdruck. Prächtige Kostüme, stimmige Dekors und eine exzellente Kamera (Ciro Cappellari, "Aprilkinder", "Mörderinnen") lassen hier die Zeit des Barocks wieder aufleben, unterlegt von Bach-Melodien, denen der flämische Komponist Frédéric Devreese ("Das Sakrament") ein modernes Gewand schneiderte. Ein Manko: Die Vielschichtigkeit der Handlungsstränge geht auf Kosten der Charakterzeichnung der Protagonisten, die zum Teil an Tiefe vermissen lässt.
Foto: Pegasos
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