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Tee im Harem des Archimedes
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Voller bitterem Humor verfilmte Roman-Autor Mehdi Charef ("Lernen zu leben") sein eigenes Buch und schuf damit eine gelungene Mischung aus Asphalt-Western und Milieustudie ohne Sentimentalitäten. Die episodenhaft erzählte Geschichte, die mit dem französischen César ausgezeichnet wurde, führt mit großer Authentizität das Leben von Randgruppen der französischen Gesellschaft vor. Bei allem Realismus gelingt dem Film eine bemerkenswerte Gratwanderung. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern unterhaltsam und mit einem Augenzwinkern inszenierte Regisseur Mehdi Charef die kleinen Alltagsfluchten der beiden Protagonisten. Charef weiß, wovon er spricht: Ende er Sechzigerjahre kam er als Kind mit seiner algerischen Familie nach Paris, geriet ins kriminelle Milieu und saß im Gefängnis, bevor er jahrelang in einer Werkzeugfabrik arbeitete.
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