Bob Hoskins

(Robert Williams Hoskins)
  • Geboren am Montag, 26. Oktober 1942
  • Geboren in Bury St. Edmunds, Suffolk, Großbritannien

Bob Hoskins in "Mona Lisa"
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Bob Hoskins will eigentlich Buchhalter werden, doch nach drei Jahren Ausbildung geht er unentschlossen auf Reisen. Dann ist er zufällig in einem Londoner Theater, wo Vorsprechtermine für junge Talente stattfinden. Eigentlich will er sich gar nicht melden, doch er erhält eine Rolle und - springt hinein. Davor liegen viele Jahre des ungewissen Umherirrens. Er ist Hilfsarbeiter, Feuerschlucker, eine Weile auch bei der Handelsmarine. Er lebt unter Beduinen und in einem israelischen Kibbuz.

Am Theater findet er seine Bestimmung und sein Glück, doch ein Werbespot "Only Here for the Beer" ist für ihn der große Erfolg, sein Gesicht wird bekannt, man gibt ihm Rollen in Fernsehserien wie "The Villains", "Her Majesty's Pleasure", "Crown Court" und "New Scotland Yard". Schließlich spielt er die Hauptrolle in dem Komödienerfolg "Tick as Thieves". Eine der ungewöhnlichen Herausforderungen ist der Jago in einer Fernsehinszenierung des "Othello" (1981).

Auf der Bühne ist der Autodidakt ebenfalls erfolgreich, man sieht ihn am Royal Court und bei der Royal Shakespeare Company. So spielt er etwa unter der Regie von Sam Shepard in "Geography of a Horse Dreamer" und in John Schlesingers Inszenierung von "True West". Eine seiner bekanntesten Bühnenrollen ist der Nathan Detroit in dem Musical "Guys and Dolls" am National Theater. Er ist aber auch der Vater von Diana Rigg in Shaws "Pygmalion" und der Antonius in "Antonius und Cleopatra" mit Vanessa Redgrave als Partnerin.

Die erste Kinorolle spielt er unter der Regie von Jack Gold in seinem Bühnenerfolg vom National Theatre "Bis zum letzen Patienten" (1973). Dann folgt eine kleine Rolle in John Byrums brillanter Satire auf Hollywood und das Kino: "Nahaufnahme" mit Richard Dreyfuss und Jessica Harper und schließlich spielt er in Richard Lesters viktorianischem Historienfilm "Royal Flash" (beide 1975).

Hoskins ist der Gangster Owney in Francis Ford Coppolas "Cotton Club" (1984) und 1988 der Eddie Valiant, der in "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" mit Cartoon-Figuren im Clinch liegt. War schon sein Spiel in John MacKenzies "Rififi am Karfreitag" (1980) bemerkenswert, so ist der hochmoralische, gewalttätige kleine Gangster, die Hauptfigur in "Mona Lisa" (1986) eine hinreißende Rolle für Hoskins.

Regisseur Neil Jordan vermischt Spannung mit Poesie und Tristesse und Hoskins erhält den Oscar für die beste Hauptrolle. Eine seiner zahlreichen Charakterrollen ist der brillante Giftzwerg Gus Klei in Wolfgang Petersens "Tod im Spiegel" von 1991, wo er der einzige Lichtblick neben dem schwachen Tom Berenger ist. 1987 inszenierte Hoskins in der Tschechoslowakei seinen ersten eigenen Film "Raggedy - eine Geschichte von Liebe, Flucht und Tod". Dieser Regiearbeit folgte eine Episode der TV-Serie "Geschichten aus der gruft" (1989), der Film "Rainbow - Die phantastische Reise auf dem Regenbogen" (1995) und ein Segment des Episodenfilms "Tube Tales" (1999).

Weitere Filme mit Hoskins: "Kommandosache Nackter Po" (1972), "Shoulder To Shoulder" (TV-Mehrteiler), "Schmoedipus" (beide 1974), "Kill Two Birds" (1976), "Die letzte Offensive" (1979), "Flickers" (TV-Mehrteiler, 1981), "Pink Floyd - The Wall" (1982), "Der Honorarkonsul", "The Beggar's Opera" (beide 1983), "Lassiter", "Brazil" (beide 1984), "Mussolini And I", "The Dunera Boys" (beide 1985), "Sweet Liberty" (1986), "Auf den Schwingen des Todes", "The Secret Policeman's Third Ball" (Stimme), "Die große Sehnsucht der Judith Hearne" (alle 1987), "Der Chaoten-Cop", "Meerjungfrauen küssen besser" (beide 1990), "Der innere Kreis", "Der Gefallen, die Uhr und der sehr große Fisch", "Hook" (alle 1991), "Ein verrückter Leichenschmaus", "Blue Ice" (beide 1992), "Super Mario Bros.", "The Big Freeze" (beide 1993), "World War Tow: When Lions Roared", "The Changeling" (beide 1994), "Balto" und "The Forgotten Toys" (Stimme), "Ding Dong", "Nixon" (alle 1995), "Michael", "Der Geheimagent" (beide 1996), Twenty Four Seven", "Spice World - Der Film" (beide 1997), "Cousine Bette", "Parting Shots", "Captain Jack" (alle 1998), "A Room For Romeo Brass", "The White River Kid", "David Copperfield", "Let The Good Times Roll", "Felicia, mein Engel" (alle 1999), "Don Quichotte", "Die amerikanische Jungfrau", "Noriega - Gottes Liebling oder Monster?", "Duell - Enemy at the Gates" (alle 2000), "Letzte Runde", "Die vergessene Welt", "Where Eskimos Live", "The Sleeping Dictionary" (alle 2001), "Manhattan Love Story", "Tortoise vs. Hare" (beide 2002), "Beyond the Sea", "Unleashed - Entfesselt", "Johannes der XXIII - Für eine Welt in Frieden", "Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit" (alle 2004), "Stay", "Lady Henderson präsentiert", "Paris, je t'aime" (alle 2005), "Die Hollywood-Verschwörung" (2006), "Doomsday - Tag der Rache" (2008), "Disney's Eine Weihnachtsgeschichte" (2009), "We Want Sex" (2010), "Neverland - Reise in das Land der Abenteuer" (2011), "Snow White and the Huntsman" (2012).

Foto: ZDF


In den nächsten 4 Wochen im TV:

Sonntag, 27. April 2014
20.15-22.20 RTL II
Manhattan Love Story
Liebeskomödie, USA, 2002
Montag, 28. April 2014
0.35-2.20 RTL II
Manhattan Love Story
Liebeskomödie, USA, 2002
Sonntag, 11. Mai 2014
1.35-3.30 ORF1
Die Hollywood-Verschwörung
Thriller, USA, 2006
Montag, 12. Mai 2014
9.45-12.00 ORF1
Hook
Fantasyfilm, USA, 1991
Sonntag, 18. Mai 2014
23.15-1.15 SWR
Duell - Enemy at the Gates
Kriegsfilm, Deutschland/Großbritannien/Irland, 2001
Freitag, 23. Mai 2014
1.55-3.25 Das Erste
Tod im Spiegel
Psychothriller, USA, 1991

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