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Hans-Jochen Wagner
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Zu dieser Zeit war Hans-Jochen Wagner, Absolvent der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin, längst ein gefeierter Theaterdarsteller. So war er etwa von 1997 bis 1999 festes Ensemblemitglied des berühmten Burgtheaters Wien. Wagner, der auch einen Filmschauspielkurs an der Filmakademie Baden-Württemberg belegte und dabei Jürgen Egger, Tom Toelle und Kai Wiesinger zu seinen Dozenten zählte, wechselte nach seinem Wiener Engagement an das Deutsche Theater nach Berlin. Ebenso stand er im Maxim Gorki Theater Berlin auf der Bühne, man sah ihn im Theater Freiburg im Breisgau und von 2006 bis 2008 spielte er am Düsseldorfer Schauspielhaus. Inzwischen arbeitet Wagner als freier Schauspieler für diverse Produktionen, so spielte er etwa unter Hans Kresnik, Hans Neuenfels, Thomas Langhoff, Amelie Niermeyer und Matthias Hartmann.
Doch zurück zu Wagners TV-Arbeiten, denn inzwischen war man auf sein nuanciertes Spiel aufmerksam geworden, so dass es nicht weiter verwunderlich war, dass der Darsteller nun immer häufiger in immer wichtigeren Rollen besetzt wurde: Nikolaus Leytner verpflichtete ihn etwa für sein Krimidrama "Stärker als der Tod" (2003), in dem er neben Veronica Ferres und August Zirner vor der Kamera stand. Doch auch für kleine Rollen war sich Wagner nie zu schade, und wenn es - wie etwa 2004 - nur ein Imbissverkäufer in der Krimiserie "Der letzte Zeuge" mit Ulrich Mühe war. Einem Adelsschlag gleich kam dagegen Wagners erste Rolle in einem "Tatort", der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Krimiserie überhaupt, in der 2004 in der Episode "Todesbande" seinen ersten Auftritt hatte. Es sollte nicht sein letzter bleiben ...
Nach einer Rolle als Arzt in dem Dieter Pfaff-Krimi "Bloch - Ein krankes Herz" (2004) und einem Part in der spaßigen, wenn auch nicht sonderlich originellen Liebeskomödie "Bettgeflüster und Babyglück" (2005) überzeugte Wagner ebenfalls 2005 in Marcus O. Rosenmüllers spannenden Psychothriller "Die Mandantin", der ihn auch in seinem Psychokrimi "Kunstfehler" verpflichtete. Enttäuschend fiel allerdings mit "Montag kommen die Fenster" (2005) ein weiterer Kinofilm Wagners aus, in dem er zwar überzeugend in die Rolle eines zurückhaltenden Hausmanns schlüpfte, der das neue Eigenheim eifrig renoviert und herrichtet - dann aber von dem Ausbruch der Ehefrau aus dem Familienleben völlig überrascht wird. Die Tragikomödie leidet vor allem darunter, dass Regisseur Ulrich Köhler zwar den Alltag der Protagonisten bebildert, aber nie erklärt, warum es zu dem Ausbruch kommt.
Ein Beweis für die Rollenvielfalt Wagners zeigt auch sein Part als Pastor in Tim Tragesers nur bedingt überzeugender Komödie "Tollpension" (2006), oder sein Gerd Ahrend in der "Polizeiruf 110"-Episode "Bis dass der Tod euch scheidet" (2006). Nach erneuten "Tatort"-Folgen ("Sternenkinder", "Das zweite Gesicht") folgten weitere Krimi-Auftritte, so etwa in "K3 - Kripo Hamburg - Menschenraub" und "Kommissar Stolberg - Tod im Wald" (2007), bevor Hans-Jochen Wagner in dem Drama "Woche für Woche" (2009) einen von seiner Frau getrennt lebenden Mann gab, der sich mit ihr die Erziehung des einzigen Sohnes teilt. Klasse ist auch Wagners Auftritt in Tim Tragesers Gesellschaftsdrama "Wohin mit Vater? (2009), in dem er den Bruder von Anna Loos gab. Die beiden können sich nicht einigen, was mit ihrem kranken und alten Vater passieren soll. Oder er ist der überraschte Ehemann und Vater in dem Familiendrama "Das Haus ihres Vaters" (2010), der von seiner Frau (Anneke Kim Sarnau) erfahren muss, dass diese lange vor der gemeinsamen Zeit ein Kind zur Adoption freigegeben hat. Einen raffinierten Mörder spielt er dagegen in dem spannenden "Tatort" "Hitchcock und Frau Wernicke", der von einer alten, gegenüber wohnenden Dame bei der Tat beobachtet wird. Doch niemand will der alten Frau zunächst Glauben schenken ...
Weitere Filme mit Hans-Jochen Wagner: "Jena Paradies" (2004), "Tatort - Feuertaufe" (2005), "Das Beste aus meinem Leben" (Serie, 2006-2007), "Der Sonnenhof" (2007), "KDD - Kriminaldauerdienst: Wessling", "Alle Anderen", "Tatort - Verdammt" (beide 2008), "Entführt" (2009), "Marie Brand und die letzte Fahrt", "Der Verdacht", "Adel Dich", "Liebe am Fjord - Gesang des Windes", "Tatort - Blutgeld" (alle 2010), "Kommissarin Lucas - Am Ende muss Glück sein", "Das Blaue vom Himmel", "Das Ende einer Maus ist der Anfang einer Katze" (alle 2011), "Spreewaldkrimi - Eine tödliche Legende", "Lore", "Familie Windscheidt - Der ganz normale Wahnsinn", "Tatort - Der tiefe Schlaf", "Ende der Schonzeit" (alle 2012), "Alles für meine Tochter" (2013). .
Foto: ZDF/Conny Klein
In den nächsten 4 Wochen im TV:
- Mittwoch, 22. Mai 2013
- 20.15-21.45 ZDF
-
Marie Brand und die letzte Fahrt
Krimi, Deutschland, 2010, 90 min, Folge 5 - Donnerstag, 23. Mai 2013
- 1.45-3.15 ZDF
-
Marie Brand und die letzte Fahrt
Krimi, Deutschland, 2010, 89 min, Folge 5 - Montag, 3. Juni 2013
- 20.55-22.25 HR
-
2 für alle Fälle - Ein Song für den Mörder (Top-Tipp)
Krimikomödie, Deutschland, 2010, 88 min - Freitag, 7. Juni 2013
- 13.30-15.00 SWR
-
Der Sonnenhof
Liebesfilm, Deutschland, 2007, 88 min - Montag, 10. Juni 2013
- 20.15-21.45 SWR
-
Alles für meine Tochter
Drama, Deutschland, 2013, 88 min, FSK 6 - Dienstag, 11. Juni 2013
- 13.30-15.00 SWR
-
Alles für meine Tochter
Drama, Deutschland, 2013, 88 min, FSK 6 - Sonntag, 16. Juni 2013
- 19.10-20.15 Sky Krimi
-
Der Kriminalist
Mördergroupie
Krimiserie, Deutschland, 2006, 58 min, FSK 12 - Montag, 17. Juni 2013
- 1.10-2.10 Sky Krimi
-
Der Kriminalist
Mördergroupie
Krimiserie, Deutschland, 2006, 58 min, FSK 12 - 13.25-14.25 Sky Krimi
-
Der Kriminalist
Mördergroupie
Krimiserie, Deutschland, 2006, 58 min, FSK 12
TV
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