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Zehn Dinge, die man im Winter unbedingt auf Mallorca machen sollte

Die Burg von Capdepera und die Drachen-Höhlen

5 Das Castell de Capdepera besteigen

Durch die Glocken des Castells de Capdepera haben Besucher einen tollen Blick über die Inselebene Mallorcas.

Durch die Glocken des Castells de Capdepera haben Besucher einen tollen Blick über die Inselebene Mallorcas.

Schon aus der Ferne ist das Castell de Capdepera, das hoch über dem Ort im Nordosten der Insel thront, zu sehen. Wer die Burg auch aus der Nähe bestaunen will, dem sei empfohlen, den Mietwagen besser im Ort stehen zu lassen und die sehr engen Gassen zu Fuß hinauf zu gehen. Rund um das Areal steht eine noch sehr gut erhaltene, hohe Mauer, von der aus man einen tollen Blick auf den Ort Capdepera, darüber hinweg auch bis zum Urlauberort Cala Ratjada sowie auf den Kanal zwischen Menorca und Mallorca hat. Die befestigte Anlage wurde einst im 14. Jahrhundert im Auftrag von König Jaume II. für die Bevölkerung der Gegend errichtet, die sich dort unter anderem von den zahlreichen Piratenangriffen schützen sollten.

Im ehemaligen Haus des Statthalters ist heute ein Museum untergebracht. Zu betrachten ist auch eine kleine Kapelle, in der heute regelmäßig unter anderem Hochzeiten stattfinden. Kein Wunder eigentlich, denn das gesamte Gelände bietet einfach eine Traumkulisse für die anschließenden Hochzeitsbilder. Um die Kirche rankt sich übrigens auch eine hübsche Geschichte: So sollen am 18. Dezember 1569 die Menschen, die vor den heranrückenden Mauren in der Burg Schutz gesucht hatten, voller Angst eine Figur der Schutzheiligen Virgen de la Esperanza aus der Kirche geholt und über das Gelände getragen haben. Laut Legende bildete sich daraufhin dichter Nebel, der den Mauren den Blick auf die Burg verwehrte. Diese bliesen schließlich ihren Angriff ab. Seither wird dieses Wunder alljährlich in Capdepera mit einer Prozession gedacht. Der Eintritt in die Burg kostet drei Euro.

6 In die Drachenhöhlen herabsteigen

Die Drachenhöhle von Porto Cristo ist Mallorcas bekannteste Höhle. Im Jahr 1880 wurden sie von M.F. Will und 1896 von E.A. Martel erforscht. Letzterer entdeckte auch jene Höhle, in der sich ein riesiger See befindet – einer der größten unterirdischen Seen weltweit. Bereits in den 20er und 30er Jahren wurde die Höhle für Besuche hergerichtet, indem unter anderem Wege und Treppen angelegt wurden. Im Sommer macht ein Besuch hier wegen des enormen Touristen-Ansturms wenig Spaß, doch in der Nebensaison sind die Höhlen wirklich ein lohnenswertes Ausflugsziel. Aber: Familien, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, sollten diesen besser nicht mit in die Höhle nehmen. Denn es gibt reichlich Treppenstufen zu überwinden.

Ein Highlight eines jeden rund einstündigen Besuchs der Drachenhöhle ist ein klassisches Konzert unter Tage. Zu den Klängen der Barcarole von Jacques Offenbach setzen Ruderboote über den Martelsee über. Die Führungen außerhalb der Hauptsaison finden vom 1. November bis 12. März jeweils um 10.45, 12.00, 14.00 und 15.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet für Erwachsene 15 Euro. Kinder zwischen drei und zwölf Jahren zahlen acht Euro.