Verbotene Mitbringsel

Diese Souvenirs dürfen Urlauber nicht mitbringen

4 Verfassungswidrige Medien

In manchen Ländern werden auf Antikmärkten Schriften und Gegenstände mit Symbolik aus der Zeit des Nationalsozialismus angeboten. Wer hier zuschlägt, macht sich strafbar. Verboten ist die Einfuhr von Propagandamitteln in Deutschland verbotener Parteien oder Vereinigungen. Dazu zählen Bücher, Filme und Musik, aber auch Fahnen, Abzeichen und Uniformstücke.

Dasselbe gilt im Übrigen auch für Schriften, die zum Angriffskrieg aufstacheln, die den Bundespräsidenten, den Staat und seine Symbole oder die Verfassungsorgane verunglimpfen oder die zu Straftaten anleiten. Auch ist die Einfuhr von Störpropaganda gegen die Bundeswehr verboten, genau so wie Medien, die grausame oder menschenverachtende Gewalt gegen Menschen verherrlichen oder verharmlosen.

Wird man erwischt, werden die Schriften beschlagnahmt und an die Staatsanwaltschaft zur Einleitung eines Strafverfahrens weitergeleitet.

5 Kulturgüter

Zu einfuhrbeschränkten Kulturgütern zählen Dinge, die aus religiösen oder weltlichen Gründen für Archäologie, Vorgeschichte, Geschichte, Literatur, Kunst oder Wissenschaft eines Staates besonders wichtig sind. Darunter fallen beispielsweise Kunstwerke, Schmuck und archäologische Stücke aus dem Irak und Syrien, die im Laufe der Kriege außer Landes geschmuggelt worden sind, um sie auf dem europäischen Kunstmarkt zu verkaufen.

Eine Einfuhrerlaubnis gibt es nur, wenn die Ausfuhr aus dem Vertragsstaat genehmigt wurde. Die Rechtmäßigkeit der Ausfuhr aus dem Vertragsstaat ist vom Reisenden nachzuweisen.

6 Lebensmittel

Grundsätzlich ist das Mitbringen von Lebensmitteln aus dem Urlaub für den eigenen Verbrauch erlaubt, allerdings gibt es auch hier einige Ausnahmen. Verboten sind zum Beispiel Wildpilze, Kartoffeln, Kaviar vom Stör und Lebens- und Futtermittel tierischer Herkunft, wie zum Beispiel Käse, Wurstwaren und Fischprodukte.

Grund für die strengen Regelungen sind Tierseuchen, die über die Produkte eingeschleppt werden könnten. Ausgenommen sind jedoch Nahrungsmittel, die tierische Erzeugnisse nur in geringer Menge beinhalten, wie Sahnebonbons oder Schokolade.

Die Richtlinien gelten für Urlaubsländer, die nicht zu den 28 EU-Mitgliedsstaaten gehören. Ebenso können bedenkenlos Lebensmittel aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz mitgebracht werden.

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