Veranstalter sagen Ausflüge nach Kairo ab

Berlin.  Wegen der jüngsten Unruhen in Kairo haben mehrere Reiseveranstalter Ausflüge in die ägyptische Hauptstadt abgesagt. Die Touristenzentren am Roten Meer seien von den gewaltsamen Protesten aber nicht betroffen.
Gewaltsame Proteste in Kairo: Jetzt haben mehrere Reiseveranstalter ihre Ausflüge in die Hauptstadt Ägyptens abgesagt. Foto: Khaled Elfiqi
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Gewaltsame Proteste in Kairo: Jetzt haben mehrere Reiseveranstalter ihre Ausflüge in die Hauptstadt Ägyptens abgesagt. Foto: Khaled Elfiqi Foto: DPA

Mehrere Reiseveranstalter haben Ausflüge nach Kairo aktuell aus ihrem Programm genommen. Das sagte Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband (DRV). Geplante Fahrten würden entweder umgeroutet oder komplett abgesagt. Die Reiseveranstalter würden das davon abhängig machen, wohin die Ausflüge genau führen. Dies sei ein normales Prozedere bei Unruhen und Demonstrationen.

In Kairo eskalierten die Proteste gegen die Politik des islamistischen Präsidenten. Die Unruhen haben nach Einschätzung des DRV aber nicht die Touristenzentren erreicht. Urlauber am Roten Meer, etwa in Urlaubsorten wie Hurghada und Scharm el Scheich, seien von den gewaltsamen Protesten in der Hauptstadt nicht betroffen, sagte DRV-Sprecher Torsten Schäfer am Montag. Die Verunsicherung auf Seiten von Kunden, die eine Reise nach Ägypten gebucht haben, sei überschaubar.

Auswirkungen auf die Buchungszahlen beobachte der DRV nicht, sagte Schäfer: Von Stornierungen bei Ägyptenreisen habe er nichts gehört. Ähnlich wie bei den Demonstrationen während des Arabischen Frühlings beschränkten sich die politischen Auseinandersetzungen auf Großstädte wie Kairo und Alexandria und wenige andere Regionen, sagte Schäfer.

Im Stadtzentrum von Kairo sollten Touristen derzeit Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig meiden, rät das Auswärtige Amt in seinen Reisehinweisen. Insbesondere im Umfeld des Tahrir-Platzes und der Mohamed-Mahmoud-Straße sei erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Das gelte insbesondere für die Zeit des Freitagsgebets. Zudem sollten Touristen die Medienberichterstattung vor Ort genau verfolgen.

Kreuzfahrtpassagiere müssen derzeit nicht damit rechnen, dass die Unruhen in Ägypten zum Umplanen der Reiserouten in großem Stil zwingen: Aida Cruises beispielsweise ist derzeit mit einem Kreuzfahrtschiff, der "Aidamar", im Roten Meer unterwegs. "Wir werden nach heutigem Informationsstand alle Reisen wie geplant durchführen", teilte die Reederei auf Anfrage am Montag mit - den Hafen von Alexandria läuft sie demnächst nicht an.

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