Sommertrends: Türkei, Griechenland, Spanien

Frankfurt/Main.  Die Deutschen machen ihrem Ruf als Reiseweltmeister alle Ehre. Unsicheren Konjunkturaussichten und teilweise steigenden Preisen zum Trotz - die Nachfrage nach Sonne und Strand ist hoch.
Sommer, Sonne und Strand: Ob nah oder fern, die Deutschen reisen viel und gern. Foto: Malte Christians
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Sommer, Sonne und Strand: Ob nah oder fern, die Deutschen reisen viel und gern. Foto: Malte Christians Foto: DPA

Die Bundesbürger lassen sich die Lust am Reisen nicht verderben. Auch wenn die schönsten Wochen des Jahres in beliebten Urlaubsländern wie Spanien und der Türkei teilweise etwas teurer werden, laufen die Buchungen für Sommer 2013 auf Hochtouren. "Deutschland scheint im Vergleich zu anderen Ländern eine Insel der Seligen zu sein", sagte ein Tui-Sprecher. "Alle Ziele wachsen, selbst Griechenland ist auf Erholungskurs".

Ein Buchungsplus von insgesamt rund acht Prozent verzeichnet der deutsche Branchenprimus für die Sommersaison 2013. Konkurrent Thomas Cook berichtet von einer Renaissance Griechenlands und einem Boom bei Urlauben in Deutschland und Österreich. "Auch das Luxussegment wächst weiter", sagte eine Thomas Cook-Sprecherin. Die Rewe-Touristik sieht Spanien vor einem sehr guten Jahr.

Tui erhöhte die Preise für Flugreisen in die Türkei um zwei Prozent und auf die Balearen um 2,5 Prozent. Bei Thomas Cook Reisen ist die Türkei ebenfalls zwei Prozent teurer, Urlaube auf den Kanaren um vier Prozent. Ferien auf Mallorca bleiben dagegen stabil. Um 3 Prozent steigen die Preise für Türkei-Urlaube bei den Bausteinveranstaltern der Rewe Group (Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC). Bei der Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg) werden die Türkei und Spanien etwas teurer.

Auch für einige Fernziele haben große Veranstalter insbesondere wegen des vergleichsweise starken Dollars die Preise für Sommer 2013 erhöht. Bei der Rewe-Pauschaltouristik müssen Urlauber für Fernreisen im Schnitt 3 Prozent mehr zahlen, bei Tui gilt dasselbe für Reisen nach Asien und in die Karibik. Thomas Cook erhöhte die Preise für die Malediven um vier Prozent.

Dennoch ist die Nachfrage nach Fernreisen der Branche zufolge groß: "Es gibt eine steigende Zahl von Älteren, die Geld haben und die es in die Ferne zieht", sagte der Tui-Sprecher. Thomas Cook verzeichnet ein Buchungsplus für Thailand, sehr gut liefen auch Südafrika und Kenia, sagte eine Sprecherin. "Einen regelrechten Boom erleben wir aktuell bei den Fernreisen in Richtung Osten, das wird anhalten", erklärte Sören Hartmann, Sprecher der Geschäftsführung Rewe-Touristik. Auch Spanien steht aus seiner Sicht vor einem sehr guten Jahr. "Eine positive Trendwende erwarte ich in Griechenland, mit Sorge beobachte ich die Entwicklungen in Nordafrika".

Im Durchschnitt bleiben die Preise der großen Veranstalter im Sommer stabil. Denn den Erhöhungen stehen Preissenkungen gegenüber. So ist etwa bei Thomas Cook Sommerurlaub in Griechenland um ein Prozent günstiger, Reisen nach Tunesien verbilligen sich um zwei Prozent, die Seychellen um fünf Prozent. Tui hat die Preise für Südafrika und Namibia um fünf Prozent gesenkt. Bei Deutschlands viertgrößtem Veranstalter Alltours ist Urlaub auf Mallorca, in Bulgarien und Griechenland etwas günstiger.

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