Andalusien: das historische Erbe

Ein schöner Sandstrand, das wohltemperierte Mittelmeer und hochsommerliches Wetter - die idealen Voraussetzungen für einen Badeurlaub.
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Imposante Brücke: Der Puento Nuevo von 1793, der die Schlucht überwindet, verbindet Altstadt und Neustadt von Ronda.
											Foto: Angelika Dreher

Imposante Brücke: Der Puento Nuevo von 1793, der die Schlucht überwindet, verbindet Altstadt und Neustadt von Ronda. Foto: Angelika Dreher

Doch deswegen waren die 29 Teilnehmer der GA-Leserreise „Andalusien“ nicht an die Costa del Sol gekommen. Sie wollten mehr sehen als nur Meer. Hoch in den Bergen liegen verstreut die „Weißen Dörfer“, von denen Mijas mit seinen malerischen Gassen und einer fantastischen Aussicht auf das Meer ein Paradebeispiel ist.

Ein Bummel vorbei an den gepflegten und reichlich mit Blumen verzierten Häusern, ein Besuch der Felsenkapelle mit ihrer berühmten Glocke und die ganz speziellen gebrannten Mandel naschen - ein Vergnügen. Auch die Stadt Ronda besticht durch ihre grandiose Lage hoch oben auf einem Felsplateau, umgeben von weiten Ebenen im Vordergrund und mächtigen Gebirgszügen in der Ferne. Altstadt und Neustadt verbindet der 1793 fertiggestellte, etwa 100 Meter hohe Puente Nuevo, der so die bis zu 90 Meter Breite und 160 Meter tiefe Tajo-Schlucht des Rio Guadalevín überwindet.

Berühmt ist Ronda auch, weil sich hier die 1785 erbaute und damit älteste Plaza de Toros (Stierkampfarena) Spaniens befindet, wo viele Toreros durch spektakuläre Siege – oder Niederlagen – berühmt wurden. Und wie völlig anders sind doch da die Eindrücke, die man auf der Rückfahrt bei einem Stopp im Hafen von Marbella gewinnt. Bereits seit den fünfziger Jahren „parken“ dort die Reichen und Schönen aus aller Welt ihre Yachten. Maurische und europäische Kultur vermittelten die Ausflüge nach Sevilla, Córdoba und Granada. In Sevilla, der größten Stadt Andalusiens, steht die 1248 geweihte größte gotische Kathedrale der Welt, die ursprünglich als Hauptmoschee erbaut wurde (1184 – 1198).

Die Giralda, das einstige Minarett, bildet nun den Glockenturm der Kathedrale und ist Sevillas weithin sichtbares Wahrzeichen. Der Real Alcázar, die auf eine maurische Festung aus dem 9. Jahrhundert zurückgehende Residenz der spanischen Könige, liegt in ihrer arabisch anmutenden Pracht und umgeben von wundervollen Gärten gleich nebenan.

Über den Puente Romano, der mit seinen 16 Bögen den Guadalquivir überspannt, gelangt die Gruppe in die Altstadt von Córdoba – einst die glanzvolle Stadt der Kalifen. Es folgt eine Führung durch das jüdische Viertel und die Mezquita, mit 22.400 Quadratmetern die größte und älteste Moschee Europas (beides Weltkulturerbe der Unesco).

Im 16. Jahrhundert ließ Kaiser Karl V. die Catedral de Córdoba mitten in diese omaijadische Moschee hineinbauen, wodurch eine fragwürdige Mischung aus 1.001 Nacht und christlichem Gotteshaus entstand. Maurische Pracht bietet auch die Alhambra in Granada mit ihren reich verzierten Bauten und zum Verweilen einladenden Innenhöfen und Gärten. Im von der Verwaltung streng geregelten Zeitfenster geht es durch die weitläufigen Gärten des Palacio de Generalife, dem Sommerpalast und Landsitz der Nasriden-Sultane (ebenfalls Unesco Weltkulturerbe) über kaum nachzuvollziehende Wege und Räumlichkeiten zur Alhambra – alles in allem ein Meisterwerk morgenländischer Architektur vor der bergigen Kulisse der Sierra Nevada.

Ein Ausflug führte nach Gibraltar, das britische Überseegebiet am südlichsten Zipfel Spaniens. Dort liegen Europa und Afrika, nur getrennt durch die Meerenge der Straße von Gibraltar, am dichtesten beieinander. Vor allem durch den Upper Rock, den Kalksteinfelsen, der an der Ostseite steil aus dem Meer aufragt, und die dort lebenden Berberaffen ist Gibraltar weithin bekannt.

Auf eigene Faust erkundeten viele Teilnehmer noch Málaga, die zweitgrößte Stadt Andalusiens. Ein florierender Hafen, eine gut restaurierte Altstadt, schöne Geschäfte und das 2003 eröffnete Museu Picasso (Picasso wurde am25. Okt. 1881 in Málaga geboren) bieten eine attraktive Abwechslung, bevor es dann vom internationalen Verkehrsflughafen der Stadt wieder Richtung Heimat geht.

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