Schutz vor Hepatitis A am Mittelmeer und in Osteuropa sinnvoll

Wiesbaden.  Wer in die Tropen reist, denkt in der Regel an notwendige Impfungen. Aber auch am Mittelmeer oder in Osteuropa kann ein vorbeugender Schutz, etwa gegen Hepatitis A, sinnvoll sein. Dort ist das Ansteckungsrisiko sehr viel höher als in Deutschland.
Wer in Mittelmeerländer wie Griechenland, Ägypten oder Tunesien reist, sollte sich vor Hepatitis A schützen. Foto: Jens Schierenbeck
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Wer in Mittelmeerländer wie Griechenland, Ägypten oder Tunesien reist, sollte sich vor Hepatitis A schützen. Foto: Jens Schierenbeck Foto: DPA

Senioren und Menschen mit einer chronischen Leberkrankheit sollten sich bei Reisen ans Mittelmeer gegen Hepatitis A impfen lassen. Das gilt auch für Osteuropa. Auch wer Kontakt mit Erkrankten hatte, sollte sich vorsorglich impfen lassen. Das rät der Reisemediziner Prof. Peter Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden angesichts einer Häufung von Erkrankungsfällen mit der Leberentzündung in Niedersachsen. Das Virus sei ansteckend und könne sich sehr schnell ausbreiten.

Die Mehrzahl der in Deutschland gemeldeten Fälle geht laut Löscher auf eingeschleppte Erreger zurück. Das Ansteckungsrisiko im Mittelmeerraum und in Osteuropa sei wesentlich höher als in Deutschland. Oft seien verunreinigte Meeresfrüchte Ausgangspunkt. Bei Älteren oder chronisch Kranken kann Hepatitis A im schlimmsten Fall zu Leberversagen führen. Bei jungen und fitten Menschen heilt sie in der Regel ohne Probleme aus.

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