Bescheinigung über Insulinpumpe für Flugreise ausstellen lassen

Wiesbaden.  Am Flughafen gelten scharfe Sicherheitsbestimmungen. Doch das Durchleuchten des Gepäcks kann medizinische Geräte wie Insulinpumpen durcheinander bringen. Diabetes-Erkrankte sollten daher mit einer Bescheinigung die Kontrolle der Geräte verweigern.
Die am Flughafen eingesetzten Scanner können die Elektronik von Insulinpumpen schädigen. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv
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Die am Flughafen eingesetzten Scanner können die Elektronik von Insulinpumpen schädigen. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv Foto: DPA

Medizinische Geräte wie Insulinpumpen oder Blutzuckerspiegelmonitore können durch Ganzkörper- oder Handgepäckscanner Schaden nehmen. Menschen mit Diabetes sollten sich daher vor einer Flugreise von ihrem Arzt einer Beleg geben lassen, dass sie aus medizinischen Gründen auf ihr Gerät angewiesen sind. Das rät Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. So lasse sich verhindern, dass die Pumpe oder der Monitor unnötig durchleuchtet werden müssen.

Auch die Druckveränderungen beim Starten und Landen können sich nachteilig auf eine Insulinpumpe auswirken. So kann es einer Studie zufolge sein, dass sie zu viel oder zu wenig Wirkstoff abgibt. Wesiack empfiehlt daher, vor dem Start den Schlauch der Pumpe vom Körper zu trennen und erst nach dem Erreichen der vollen Flughöhe wieder anzuschließen. Ebenso sollte die Zufuhr vor der Landung unterbrochen werden.

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