Krimi, Kuba und der Klaviator

Veranstaltungstipps für Bonn und die Region

Die National Dance Company Wales kommt ins Opernhaus.

Die National Dance Company Wales kommt ins Opernhaus.

Bonn. Der erfolgreichste Krimi aller Zeiten auf der Bühne, die "Grandfathers of Cuban Music", Lars Reichows neues Solo und Hardrock aus Norwegen - die Veranstaltungstipps für diese Woche.

Naturverbundene Tänzer im Opernhaus

Mit den drei Stücken "Tundra", "They seek to find the Happiness they seem" und "Folk" gastieren die neun Tänzerinnen und Tänzer der National Dance Company Wales aus Cardiff am Samstag, 7. April, im Bonner Opernhaus. Die Musik zu den Choreografien von Marcos Morau, Caroline Finn und Lee Johnston stammt unter anderem von Jacques Offenbach, Carlos Santana, Goldmund und Max Richter.

Info: National Dance Company Wales, Bonn, Opernhaus, Am Boeselagerhof 1, Samstag, 7. April, 19.30 Uhr. Tickets ab 24 Euro.

Kubanische Legenden in der Kölner Philharmonie

Wim Wenders hat mit seinem Film "The Buena Vista Social Club" schon 1999 den Blick auf die reiche und lebendige Musikszene der Karibikinsel gelenkt. Die Show "The Bar at Buena Vista - Grandfathers of Cuban Music" nun lässt im Zusammenspiel mit Live-Band und Tänzern das Havanna der 1940er und 1950er Jahre wieder aufleben.

Info: The Bar at Buena Vista - Grandfathers of Cuban Music, Köln, Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1, Mittwoch, 4. April, 20 Uhr. Tickets ab 22 Euro.

Die Show "The Buena Vista Social Club" ist in der Kölner Philharmonie zu sehen und zu hören.

 

Klaviator mit neuem Solo im Pantheon

Wenn jemand sich über die Zeit einen Namen gemacht hat, dann der Kabarettist, Pianist, Komponist, Sänger, Fernsehmoderator und Entertainer Lars Reichow oder kurz "Der Klaviator". Am Freitag, 6. April, kommt der mit seinem neuen Programm ins Pantheon, um sein Publikum darüber aufzuklären, was er unter "Lust" versteht. Das kann wild sein, dramatisch, komisch und natürlich auch ironisch, mitunter aber auch ganz einfach "nur" witzig.

Info: Lars Reichow, "Lust", Bonn, Pantheon, Siegburger Straße 42, Freitag, 6. April, 20 Uhr.

Der Klaviator: Lars Reichow

 

Agatha Christie in der Brotfabrik

Jeder stirbt für sich allein - aber jeder stirbt. Erst die Haushälterin, dann der General, später der Butler, der Doktor, die Richterin. Einer nach dem anderen, getreu dem alten Abzählreim "Ten Little Soldierboys". In Agatha Christies Roman "And then there were none", der bis heute als der erfolgreichste Krimi aller Zeiten gilt, ist keiner sicher. Jetzt bringt das neu gegründete Ensemble Dramaturgisch Wertvoll den Stoff in Originalsprache auf die Bühne der Brotfabrik.

Das Ensemble um das Regieteam von Ben Heering und Marc Erlhöfer besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus alten Hasen der Bonn University Shakespeare Company (BUSC) und hat somit schon einige Erfahrung mit englischsprachigen Stücken. Dennoch stellt "And then there were none" eine Herausforderung dar, sollen doch alle Dialoge natürlich wirken, alle Laufwege spontan, alle Aktionen ungekünstelt. Es geht um Feinheiten, um Kleinigkeiten in Gestus und Mimik. Doch die ersten Probeneindrücke sind bereits recht eindrucksvoll. Die Texte sitzen, alles läuft ineinander über.

Und während die Gestalten auf der Bühne verzweifelt herauszufinden versuchen, warum gerade sie die mysteriösen Einladungen in jenes einsam gelegene Herrenhaus an der felsigen Küste Soldier Islands erhalten haben, wohlwissend, dass die Uhr unerbittlich tickt und es zumindest zunächst keine Fluchtmöglichkeit gibt, fällt symbolisch eine Schachfigur nach der nächsten. Bis zum Happy End? "Nun ja", sagt Heering, "wir haben uns ganz bewusst für die ursprüngliche Fassung des Stoffes entschieden." Wer mehr wissen möchte, muss zu einer der Aufführungen kommen.

Info: Ensemble Dramaturgisch Wertvoll, "And then there were none", Bonn-Beuel, Brotfabrik, Kreuzstraße 16, 6. bis 8. April sowie 12. bis 14. April, jeweils 20 Uhr. Tickets gibt es hier.

"And then there were none" in der Brotfabrik: Szene mit Tabea Laufenberg und Jean Lavalette

 

Norwegischer Hardrock in der Harmonie

Von der nordnorwegischen Idylle in Tromsø in die weite Welt hinaus - so ist die Entwicklung der Retro-Rock-Band Pristine zu bezeichnen, die im Bonner Musikclub Harmonie ihr Album "Ninja" vorstellen wird. Sängerin und Chefin Heidi Solheim (35) gründete die Kombo 2006 - daneben hat sie noch eine Popband und schreibt Kinderlieder. "Ninja" ist das vierte Album von Pristine.

Info: Pristine, Doppelkonzert mit Siena Root, Bonn, Harmonie, Frongasse 28-30, Donnerstag, 5. April, 19.45 Uhr. Tickets gibt es hier.

Sie ist der Boss: Pristine-Sängerin Heidi Solheim