Konzerte, Comedy und Theater

Veranstaltungstipps für Bonn und die Region

Schräg: Das Duo Ulan & Bator

Bonn/Region. Gesundes Grün im Botanischen Garten Bonn, eine neue Country-Konzertreihe in Köln und ein sehenswertes Travestiespektakel im Malentes Theater Palast: Das und noch mehr finden Sie in unseren Veranstaltungstipps.

Gesundes Grün im Botanischen Garten

Zugegeben, es gab Zeiten, da lebte es sich als Frau mit Kenntnissen zur Heilkraft der Pflanzen brandgefährlich. Heute ist das zum Glück kein Problem mehr. Allenfalls den Überblick zu behalten, welche Pflanze denn nun was am besten kann. Orientierung bietet die 90-minütige Themenführung "Von Arnika bis Zaubernuss: Pflanzen für die Gesundheit", die für Mittwoch, 22. Mai, im Kalender des Freundeskreises Botanische Gärten der Universität Bonn steht.

Die Teilnehmer treffen sich um 18.15 Uhr am Haupteingang, Meckenheimer Allee 169. Erwachsene zahlen 4,50 (ermäßigt drei) Euro und Mitglieder 2,50 Euro, eine Anmeldung ist nicht nötig. Und so viel nur vorab: Arnika hilft bei Verletzungen sowie bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden. Die Zaubernuss hingegen kommt bei lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhäute, bei Hämorrhoiden und Krampfadern zum Einsatz.

Info: Von Arnika bis Zaubernuss – Pflanzen für die Gesundheit, Führung, Botanische Gärten der Universität, Haupteingang, Remise am Poppelsdorfer Schloss, Meckenheimer Allee 169, 22. Mai, 18.15 Uhr, (0228) 73 55 23 (Ulrike Strauch)

Neue Konzertreihe: "Sound of Nashville" in Köln

Eine neue Konzertreihe hat sich der süddeutsche Tourneeveranstalter Semmel Concerts ausgedacht. Die Agentur schickt unter der Marke "Sound of Nashville" regelmäßig internationale Vertreter der Country-Szene in die angesagten Musikclubs verschiedener deutscher Großstädte. Die Musiker stammen aus der Country-Hochburg Nashville oder haben dort ihre Songs aufgenommen. Beim Konzert am 6. Juni im Kölner Yuca Club lassen sich gleich zwei aufstrebende Vertreter der modernen Country-Musik entdecken: Jarrod Dickenson (Foto) ist Texaner, Robert Vincent stammt aus Liverpool. Weitere Köln-Konzerte gibt es im Herbst im Yuca Club, Club Volta, im Luxor und in der Live Music Hall. die

Info: Sound of Nashville, YUCA Club Köln, 6. Juni, 20 Uhr; www.soundofnashville.de; Tickets

Die Stray Cats spielen im Kölner Palladium

Gigantische Tollen, tätowierte Arme und Retro-Rockabilly – das sind die Stray Cats. Brian Setzer spielt eine Telecaster von 1953, Lee Rocker zupft einen voluminösen Kontrabass, Slim Jim Phantom bedient im Stehen lediglich eine Snare- und eine Bass-Drum. Vor 40 Jahren lösten die New Yorker einen weltweiten 50er-Jahre-Boom aus. Die Rock and Roll Hall of Fame nahm ihren Hit "Rock This Town" in die Liste der wichtigsten 500 Songs auf. Jetzt beendet das Trio eine 26-jährige Funkstille mit einem neuen Studioalbum und einer Tour.

Info: Stray Cats, Köln, Palladium, 4. Juli, 20 Uhr; Tickets

 

Büroalltag in der Springmaus

Das Thema Berufsalltag ist – und bleibt – ein dankbares. Gleich vier Mal präsentieren die Kabarettisten Andrea Frohn, Andreas Etienne und Michael Müller in den kommenden Wochen ihr Programm "Kollegen II – Einen trifft‘s immer!" im Haus der Springmaus.

Das Trio spürt diese speziellen Charaktertypen auf, die am Arbeitsplatz ihre Duftmarken setzen und dem Rest der Gemeinde mächtig auf den Senkel gehen. Der faule Sack liegt im Ranking weit vorn, auch der Besserwisser reizt seine Talente aus, bevor er zum Nörgelrentner mutiert. Fairerweise muss man anmerken, dass Kollegen, die sich über Kollegen aufregen, auch Kollegen sind. Deshalb raten die Künstler, die Theatervorstellung "am besten gemeinsam mit Kollegen" zu besuchen. Denn es handelt sich hier um "ein Programm für mehr Humor am Arbeitsplatz". die

Info: "Kollegen II", Bonn-Endenich, Haus der Springmaus, 21./22. Mai und 18./19. Juni, jeweils 20 Uhr; Tickets

 

Lars Reichow gibt im Pantheon ein "Wunschkonzert"

Wenn sich jemand über sein Instrument definiert, dann der Kabarettist, Pianist, Komponist, Sänger, Fernsehmoderator und Entertainer Lars Reichow oder kurz "Der Klaviator". Und weil der Mann am Klavier ja traditionell auch dazu da ist, Lieblingsstücke seiner Zuschauer zu spielen, gibt er am Donnerstag, 23. Mai im Pantheon ein "Wunschkonzert".

So jedenfalls heißt Reichows Best-of-Programm. Für ihn eine willkommene Gelegenheit, dem geneigten Publikum auch die eigenen Favoriten mal wieder ans Herz zu legen. "Alles geben, nichts zurückhalten". Ein zugegeben vollmundiges Versprechen. Andererseits war Reichow schon immer dafür bekannt, klare Kante zu zeigen – gegen Nationalismus, Rassismus und für ein weltoffenes Denken und Handeln. Schwarz-weiß ist bei ihm nur die Klaviatur.

Was er darüber hinaus noch zu singen und zu sagen hat, stammt aus einem 25 Jahre umspannenden Fundus an Texten und Liedern, seit er  1992 vor 400 Zuschauern mit seinem Solo "Ich bin auf jeden Fall da!" debütierte Das eine und andere ist seither wohl dazu gekommen. Damit kann man schon mal einen Abend verbringen.

Info: Lars Reichow – "Wunschkonzert", Pantheon, Siegburger Straße 42, 23. Mai, 20 Uhr; Tel. (0228) 21 25 21; Tickets

Divas – Eine Travestie-Revue mit echten Kerlen

Zum Finale ihrer ersten Saison im Bonner Spiegelzelt präsentieren die beiden Gastgeber Knut Vanmarcke und Dirk Vossberg-Vanmarcke (Mitte) mit vier Tänzern und viel Charme ein sehenswertes Travestiespektakel.

Info: Bonn, Malentes Theater Palast, Godesberger Allee 69, Vorstellungen donnerstags bis sonntags (bis einschließlich 14. Juli); Tel. (0228) 422 222 30; www.theaterpalast.de

Klassisches Ballett im Bonner Opernhaus

Figures of Speech und Art Songs: So heißen zwei Stücke des Alonzo King Lines Ballet aus San Francisco, das am Mittwoch, 29. Mai, im Bonner Opernhaus gastiert. Die Musik an diesem Abend stammt von Bach, Händel, Schumann und Purcell.

Info: Theater Bonner Opernhaus, Am Boeselagerhof 1, 29. Mai, 19.30 Uhr; Tel. (0228) 77 80 22; Tickets

 

Ulan und Bator im Senftöpfchen Theater Köln

Ohne ihr Markenzeichen könnte kein Dress Code der Welt sie je in Verlegenheit bringen. Mit den Bommelmützen allerdings besitzen die Auftritte der Schauspieler Sebastian Rüger aus Köln und Frank Smilgies aus Berlin dadaistische Qualitäten. Soweit geht das schon mal in Ordnung. Warum sich die beiden ausgerechnet den Namen der mongolischen Hauptstadt ausgesucht haben, bleibt ihr Geheimnis. Nichts dagegen. Programme wie "Irreparabeln" funktionieren ja auch so. Auch oder weil notorische Schenkelklopfer fehl am Platz sind. stl

Info: Ulan und Bator, "Irreparabeln", Senftöpfchen Theater, Köln, Große Neugasse 2-4, 21. Mai, 20.15 Uhr; Tel. (0221) 2581058; Tickets

Vespa-Ausstellung in der Fabrik 45

Sie besitzt Kultstatus, keine Frage – ein modo di vivere auf Rädern. So sehen das auch die drei Bonner Rollerenthusiasten, die seit gut 25 Jahren auf ihren Vespas auf und zu allen Arten von Veranstaltungen unterwegs sind. Nun erfüllen sie sich selbst einen Traum und haben zum 25. und 26. Mai die erste Bonner Ausstellung der Zweiräder aus der toskanischen Stadt Pontedera organisiert. Rund 40 Oldtimer, Rennroller, Customroller und Modelle der neuesten Generation stehen in der Fabrik 45 einträchtig nebeneinander und zeigen die vielen Facetten der Vespa, die als günstiges Nachkriegsgefährt begann und später ganze Subkulturen bewegt hat. Die Ausstellung bietet ein Forum für Fachsimpelei und dazu auch manch liebevollen Vespa-Nippes. Der Eintritt ist frei. stl

Info: Vespa Kult, Bonn, Fabrik 45, Hochstadenring 45, 25. und 26. Mai, jeweils 12 bis 19 Uhr; www.fabrik45.de

 

Neu im Kino: "John Wick: Kapitel 3"

Zur Erinnerung: John Wick tötete einen ruchlosen Gangsterboss. Weil der aber dem High Table – der edelsten Vereinigung des organisierten Verbrechens angehörte – wurde John Wick zum Freiwild erklärt. Mit einem Kopfgeld von 14 Millionen Dollar ist jeder Killer der Welt auf der Lauer. Ebenfalls zur Erinnerung: John Wick ist nicht leicht aus dem Weg zu räumen. Der gelernte Stuntman Chad Stahelski inszenierte nach dem gelungenen und sehr erfolgreichen Vorgänger ein weiteres Actionfeuerwerk mit Keanu Reeves und diesmal Halle Berry an seiner Seite. Das ist knallhart, witzig, selbstironisch und sogar innovativ. mie

Start: Ab Donnerstag, 23. Mai, in den Kinos