Konzerte, Tanz und Theater

Veranstaltungstipps für Bonn und die Region

Belitzki: Alternativer Rock mit kritischen Texten.

Belitzki: Alternativer Rock mit kritischen Texten.

Bonn/Region. Eine neue Rockband aus Köln und Bonn, eine 90er-Boygroup-Komödie in der Springmaus und vieles mehr finden Sie in unseren Veranstaltungstipps.

Belitzki aus Köln/Bonn veröffentlichen Debüt "Jetzt!"

Belitzki? Klingt nach "Kalinka", Balalaika, Mazurka. Ist es aber nicht. Belitzki bewegt sich zwischen Liedermaching und alternativem Rock mit kritischen Texten - und ist einfach nur der Nachname von Schlagzeugerin Riccarda, den sich das Köln/Bonner Quartett ausgesucht hat. Die Band verblüfft auf ihrem selbstfinanzierten Debüt "Jetzt!" mit aufrichtenden Texten und packendem Indie-Rock, der zeitweise auch an Ton Steine Scherben erinnert. Ein Album für die Dauerschleife im CD-Player.

Zwei Jahre sind Freda Ressel (Bass und Gesang), Paul Klemm (Gitarre), Riccarda Belitzki (Schlagzeug) und Tom Brandt (Gesang) zusammen. Viele Liveauftritte haben sie absolviert - besonders viele Solidaritätskonzerte auf Menschenrechtsfesten, Guerilla-Festivals, Straßenfesten und auch während der Räumung der Hambacher Wald-Besetzung im vergangenen Herbst. Im Bonner Lokal Bla spielten sie ebenso wie im Rosis in Berlin. Die Mühe hat sich gelohnt.

"Jetzt!" ist ein starkes Debüt zwischen leidenschaftlicher Poesie und kritischem Zorn. In "§58" geht es um den Abschiebungsparagrafen, das Stück hat aber nichts Wehleidiges an sich. Es beginnt eher harmlos, ohne Argwohn. Der Zuhörer wird noch ein wenig auf Rockmodus gehalten, wenn die Leadgitarre einsetzt - und ausbricht.

"Von Katzen & dem ganzen Irrsinn" beginnt mit einem unterhaltsamen Rhythmus à la The Cure - ein unbeschwerter Tanz mit der philosophischen Grundfrage: "Frag mich bei den ganzen Zetteln/die an den Straßenecken hängen/ob all diese Katzen/die da gesucht werden/eigentlich auch irgendwer mal findet".

Auf leisen Sohlen kommt die Bürokratiekritik "Dienstag morgens auf'm Amt" daher - mit einem swingenden Balladenmittelteil, bei dem die Gitarre zu neuen Ufern aufbricht und irgendwann an Dire Straits erinnert. Ein richtig starker Song, der live sicher zu einem Dauerbrenner werden könnte.

So wie auch das Titelstück "Jetzt", das mit instrumentalem Feuer startet. "Jetzt" plätschert nicht dahin, auch wenn die Rhythmusgitarre zeitweise wie ein Fixpunkt auf hoher See Orientierung gibt, gegen Ende aber in psychedelische Strudel verfällt. Der Song könnte passagenweise sogar von den Toten Hosen sein. Vielleicht sind es die Eingangszeilen, warum Bassistin/Sängerin Freda Ressel sagt, dass kaum ein Stück besser das ausdrückt, wofür die Band steht: "Über den Strom/am Abgrund entlang/ziehen wir weiter/und wir wollen fliegen".

Dieser Song habe die Band in einem alten, schrottigen Mülheimer Proberaum vor zwei Jahren zusammengebracht, sagt Freda Ressel. Die Musiker verbinde nicht nur die Musik, erklärt sie, sondern auch der "Drang, gemeinsam etwas in dieser Gesellschaft zum Besseren zu verändern". (Dylan Cem Akalin)

Info: Belitzki live, Blankenberg, Schlaraffentag, 31. August / Köln, Allerweltshaus, Fest ohne Grenzen, 21. September; belitzki.bandcamp.com

Kanadische Band Saga gastiert in Köln

Eigentlich sollte 2017 alles vorbei sein. Die kanadische Prog-Rock-Band Saga verabschiedete sich anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens mit der Final Chapter Tour von ihren Fans. Doch auf das beständige Drängen gerade der deutschen Fangemeinde hin, rafft sich Saga dieses Jahr noch einmal auf und tourt durch die Welt. Ihre Hits wie "Wind him up" oder "On the loose" werden immer noch in Radiostationen auf der ganzen Welt gespielt. Live zu hören sind die 80er-Jahre-Stars am Sonntag, 25. August, beim Monschau-Festival und am Montag, 26. August, in der Kantine in Köln. (Eric Sommer)

Info: Eventuelle Restkarten unter ga-bonn.de/tickets

Boygroup-Komödie in der Springmaus

Ben, Diego, Alex und Sam waren die „Spice Boys“, in den 90ern eine recht bekannte Boygroup. Also zumindest hat es gereicht, um als Vorband die richtig erfolgreichen Boybands zu begleiten. Beinahe branchenüblich trennten sich die vier Jungs nach einer peinlichen Pressekonferenz. Nun, fast 20 Jahre später, soll es das Revival geben! Doch der Zahn der Zeit macht sich auch bei den „Jungs“ bemerkbar – Haarausfall und Übergewicht helfen nicht gerade dabei, sich sexy in Backstreetboy-Manier auf der Bühne zu räkeln. Kriegen die vier (alten) Jungs ihre Boygroup-typischen Streitereien und Eifersüchteleien in den Griff? Und kann ein eigener Youtube-Kanal zum Revival verhelfen? Von Backstreetboys bis Take That – Die „Spice Boys“ lassen  älter gewordene Teenagerherzen höher schlagen. Sie lassen die Hits der 90er- Boygroups wiederaufleben – selbstverständlich live gesungen und (beinahe) mit Originalchoreografien. (Pressetext)

Info: Bonn-Endenich, Haus der Springmaus, 23. und 24. August, jeweils 20 Uhr; www.springmaus-theater.de, Tickets über ga-bonn.de/tickets

Freya Ridings spielt in der Region

Man weiß gar nicht, was einen zuerst in den Bann zieht: Ist es das ausgeklügelte Pianospiel der Londonerin, sind es die erstaunlich reifen Songs auf ihrem ersten Album, das auch "Freya Ridings" heißt, oder ist es nicht doch die klare, kräftige Stimme? Das Gesamtpaket könnte kaum stimmiger und überzeugender sein. Freya Ridings, die seit Wochen mit ihrem Song "Lost Without You" für Aufsehen sorgt, hat eine etwas verwegene These. "Ich bin überzeugt", sagt die 25-Jährige beim Gespräch in einem Londoner Hotel, "dass wir Rothaarigen intensiver fühlen als andere Menschen."

Freya Ridings spielt im September in der Region.

 

Ridings hat rote Haare, genau wie ihre Mutter, die ihrerseits ein "ultra-emotionales Wesen" sei. "Und wie", fragt sie, "sieht es farblich bei Ed Sheeran, Tori Amos oder Florence Welch von Florence And The Machine auf dem Kopf aus?" Genau. Selbst Adele, mit der die stimmgewaltige Freya gern verglichen wird, sei zumindest rotblondbraun.

Freya kommt aus einer Familie von Kreativen, der Vater ist Schauspieler, die Mutter arbeitet in der Unterhaltungsbranche. "Ich erinnere mich an einen Familienurlaub in Griechenland, ich muss 14 Jahre alt gewesen sein. Im Hotelrestaurant stand ein Klavier. Ich setzte mich einfach daran und spielte meine eigenen Songs." Dabei galt sie als schüchtern. "Bin ich aber nicht; ich dränge mich nur nicht unnötig in den Vordergrund."

Alle applaudierten an jenem denkwürdigen Abend, sogar die Köche unterbrachen kurz ihre Arbeit, um nachzusehen, wer da so schön sang und spielte. Wieder daheim nimmt sie an einem Musikabend in ihrer Schule teil und wird erneut gefeiert. "Das waren zwei lebensverändernde Erfahrungen", sinniert Freya. "Ich bin in der Schule vorher immer gemobbt worden, weil ich so groß war, so rot und außerdem noch Analphabetin." Noten lesen könne sie auch nicht.

Natürlich steht auch ein Klavier in ihrer ersten eigenen Wohnung, dort schrieb Freya alle Lieder ihres Debütalbums. Und zwar allein. "Ich habe sehr bockig reagiert, als mich große Plattenfirmen zwar unter Vertrag nehmen, aber mir Songschreiber an die Seite stellen wollten. Ich weiß, ich kann das alleine. Die Musik kommt geradewegs aus meiner Seele." Freya setzte sich durch, natürlich. Ihre Stimme schulte sie bei Auftritten in Bars und Open-Mic-Nights.

Auf "Freya Ridings", das von Greg Kurstin (Adele, Sia) produziert wurde, vertraut sie ganz auf das eigene Ausdrucksvermögen. Es gibt keine Gesangsgäste, stattdessen richtig starke, oft balladeske Songs wie der Hit "Lost Without You". Den schrieb Ridings ein paar Tage nach einer Trennung. "Mein gebrochenes Herz ergoss sich quasi über das Piano", sagt sie und bricht über die eigene Theatralik in Lachen aus. Auch das emotionstrunkene "You Mean The World To Me" oder das sehr stille "Blackout" begeistern. Gelegentlich zieht Freya auch mal das Tempo an, so wie in "Castles", der neuen Single, die vom Aufkeimen neuer Lebensfreude handelt.

Info: Freya Ridings, Göttingen NDR Soundcheck, 13. September / Baden-Baden, SWR New Pop, 14. September

Karibische Nächte im Bundesrechnungshof

Der Bundesrechnungshof in der Adenauerallee 81 ist eine topseriöse Bundesbehörde mit Schwerpunkt Finanzkontrolle, aber keine komplett spaßfreie Zone. In den Monaten Juli bis September darf im Casino des Hauses hochoffiziell getanzt werden. Der Bonner Veranstalter Manuel Banha organisiert am 24. August, wie schon im vergangenen Jahr, im Rahmen der Reihe Mundo Caribeno dort einen "Carribbean Summer". DJ Francisco lebt ab 22 Uhr Reggaeton auf, DJ Salomon und DJ Shah sind auf angolanische Kizomba-Hits und Salsa aus Südamerika spezialisiert.

Das alles kann man auch lernen, und zwar unmittelbar zuvor: Zu allen drei Stilen bieten die DJs ab 20 Uhr Workshops an. Wenn das Wetter gut ist, wird die Terrasse mitgenutzt.

Info: Mundo Caribeno "Carribbean Summer", Bonn, Casino im Bundesrechnungshof, Adenauerallee 81, 24. August, 20 Uhr; Tel. (0174) 16 491 94

Casino Bundesrechnungshof: Es darf getanzt werden.

 

"Mondscheintarif" in der Bonner Südstadt

Die Theatermacherin Maren Pfeiffer vom Theater Pathologie inszeniert auf einer Terrasse des Südstadt-Lokals Schumann's das Stück "Mondscheintarif" nach dem Roman der Autorin Ildikó von Kürthy. Das Stück handelt von der 33-jährigen Cora (Anne Scherliess), die auf den Anruf ihres Lovers wartet. Regisseurin Pfeiffer verspricht "einen Abend voller Schmetterlinge im Bauch". Über das Wetter macht sie sich keine Gedanken: "Bei Regen bis Schnee ziehen wir zusammen nach unten ins Theater Pathologie", sagt sie.  die

Info: Mondscheintarif, Bonn, Schumann's, Weberstraße, 23. und 24. August, jeweils 20 Uhr; Tel. (0228) 22 23 58, www.theaterdiepathologie.de

Das Theaterstück "Mondscheintarif" wird auf einer Terrasse des Südstadt-Lokals Schumann's inszeniert.

 

Neustart im Kleinen Theater Bad Godesberg

Das Kleine Theater in Bad Godesberg startet neu durch. 60 lange und erfolgreiche Jahre hat Prinzipal Walter Ullrich (Jahrgang 1931) das Haus geleitet, sein Nachfolger Frank Oppermann (Jahrgang 1966) will dessen Lebenswerk angemessen fortführen - innovative Ideen inklusive. Nach einer vergleichsweise kurzen Sanierungsphase öffnete sich anfang August der Vorhang mit der Komödie "Wir sind die Neuen".

Es mag Zufall sein: Auch das Stück handelt vom Selbstverständnis zweier Generationen. Der Autor Ralf Westhoff konfrontiert alte Hippies mit jungen Studenten, das hat bereits als Film unter anderem mit Heiner Lauterbach, Karoline Schuch und Gisela Schneeberger bestens funktioniert.

"Wir sind die Neuen" läuft fast täglich bis zum 29. August. Im September (4.-30.9.) steht das musikalische Schauspiel "Abraham - ein Leben für die Operette" im Spielplan, der immer wieder aufgelockert wird, etwa am 30. August mit Jochen Schaibles Abend "Kabarett trifft Musical".

(Heinz Dietl)

Info: www. kleinestheater.eu

Wir sind die Neuen: Mit der amüsanten WG-Komödie von Ralf Westhoff eröffnet das Kleine Theater das neue Haus und die Spielzeit.

 

Freizeitspaß im Phantasialand

Aufgeregte Gesichter, geheimnisvolle Musik und in der Ferne das Kreischen der Besucher - das Phantasialand in Brühl. Der Freizeitpark zählt mit seinen knapp zwei Millionen Besuchern pro Jahr zu den beliebtesten Ausflugszielen Deutschlands. Der Park unterteilt sich in sechs Themenbereiche, und jeder Bereich glänzt auf seine eigene Art. Gebäude, Musik, Fahrgeschäfte und Kulinarik sind detailgetreu an die einzelnen Themen angepasst und vermitteln das Gefühl, durch fast magische Welten zu laufen. So kann man in "Mexico" in einer Holzachterbahn Platz nehmen und Churros essen, den erschreckenden Freefall-Tower in der Mystery-Welt erleben, in Berlin einen Film im 4D-Kino anschauen und in der Fantasy-Welt mit Wikinger-Booten übers Wasser fahren. Für Groß und Klein ist alles dabei. Im August gibt es das Angebot, den Spaß direkt zweimal zu erleben. Man bezahlt einmal den Eintritt und kann ein weiteres Mal im Sommer kostenlos einen Tag im Phantasialand verbringen. Das spart nicht nur den Preis für ein weiteres Ticket, sondern garantiert auch ein zweites Abenteuer.

Info: www.phantasialand.de

Das Mittelrhein-Musikfestival

Die natürliche Ausformung der Flusslandschaft Oberes Mittelrheintal ist eine, die Gestaltung durch den Menschen aber noch eine ganz andere Sache: Beides war der Unesco 2002 die Eintragung als Weltkulturerbe wert. Seit zwei Jahrtausenden dienen die 67 Kilometer von Bingen bis nach Koblenz als einer der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas. Gründe zu feiern gibt es also reichlich, und genau das tun die Organisatoren und Gastgeber des Mittelrhein Musikfestivals, das am 14. Juni in der historischen Gießhalle von Bendorf-Sayn startete.

Die Schauspielerin Birgit Minichmayr wird dort aus "Dorothy Parker's New Yorker Geschichten" lesen und dabei von Pianoduos Hopkins & Lhotzky Swing an zwei Flügeln begleitet.

Den Schlussakkord setzt am 30. August auf der Festung Ehrenbreitstein die Saxofonistin Candy Dulfer, die durch Dave Stuarts Hit "Lily was here" berühmt wurde.

Info: 12. Juni bis 30. August; www.mittelrheinmusik.de

Die Liedermacher Falk und Jakob Heymann (Foto) kommen am 12. Juni ins Pantheon

Angus Stone gastiert als Dope Lemon in Köln

Ohne seine Schwester Julia, mit der er sehr erfolgreich auf Folkpfaden wandelt, entführt der Australier Angus Stone unter dem Alias Dope Lemon musikalisch in Seventies-Pop-Gefilde und inhaltlich in ein echtes Männerparadies. "Smooth Big Cat" heißt die Platte des 33-Jährigen, die - passend zu dessen gemütlichem Wesen - ungemein entspannt klingt.

Angus Stone ist mehr als 15 000 Kilometer entfernt, als er uns auf der Rückfahrt von einem Wanderausflug auf den Mount Molloy bei Cairns ("Der erste Ort in Australien, an dem man morgens die aufgehende Sonne sieht") anruft. Und doch hört man praktisch jeden einzelnen der ohrenscheinlich dicken Tropfen, die - sehr zur Freude des 33-Jährigen - auf seine Autoscheibe prasseln. "Der Regen ist ungemein wichtig für mein Leben", sagt Stone.

Der Musiker, bekannt und ein bisschen berühmt geworden als Brüderteil des Geschwisterduos Angus & Julia Stone, lebt auf einer Farm, ungefähr zwei Stunden landeinwärts von Brisbane gelegen. "Ich versorge mich vollständig mit Solarenergie und dem Wasser in meinen Regentanks. Ohne Niederschlag geht mir alles ein." Sein Hof, so Angus Stone, sei für ihn "wie eine Insel, weit entfernt von den übrigen Menschen und dem Stress auf der Welt als solchem."

Nachmittags beobachte er gern die Kühe und Pferde draußen auf den Weiden, nicht selten kommen Angus bei diesen kontemplativen Betrachtungen dann Ideen für Songs, die er, auch das ein Vorteil des autarken Lebens in der Einöde, sogleich im Ranch-Heimstudio aufnehmen kann. "Lonely Boys Paradise" vom neuen Album ist so entstanden, gemeint ist natürlich sein geliebter Rückzugsort.

Auch das Titelstück der Platte, "Smooth Big Cat" erlebte hier seine Entstehung. Dieser Song, erzählt Angus Stone, handele von einem fiktionalen Charakter, der gern entspannt abhängt, lange aufbleibt, eine gute Flasche Whiskey zu schätzen weiß, sich mit Wonne einen Joint baut und es liebt, mit seinen Kumpels Billard zu spielen, bis es draußen wieder hell wird.

Wie viel Angus Stone in der "Smooth Big Cat" steckt? "Man kann sagen", lautet die Antwort, "dass diese coole Kunstfigur eine Art Mentor für mich ist."

Auch das Pseudonym Dope Lemon, das Stone erstmals 2016 auf dem Album "Honey Bones" präsentierte, entspringt dieser perfekten Große-Jungs-Spielwiese innerhalb und außerhalb seines Kopfes, die der gebürtig aus Sydney stammende Freigeist sich gebaut hat.

Dass man seine Solo-Songs, die mit Folk rein gar nichts, jedoch mit elegant-lässigem Siebziger-Jahre-Pop sehr viel zu tun haben, geradezu zwingend mit dem Akt der Liebe assoziiert, erfreut die Großkatze erwartungsgemäß. "Das ist eines der schönsten Komplimente, das man mir als Songwriter machen kann", sagt Angus und lässt nach Ende der Unterhaltung noch ein bisschen das Telefon an, damit man aus der Ferne dem beruhigenden Klang des Regens lauschen kann.

Info: Dope Lemon, Köln, Live Music Hall, 20. September, 19.30 Uhr; www.ga-bonn.de/tickets

Angus Stone: Solo unter anderem Namen

 

Skulpturenausstellung auf dem Katharinenhof

Die Anfahrt in die Hochlagen von Bad Godesberg nach Schweinheim zur Venner Straße 51 sollte kein Problem darstellen. Wenn Bonn überhaupt Serpentinen hat, dann dort. Aber die Tour lohnt sich, am 16. Juni eröffnete das Künstlerpaar Anne und Konrad Beikircher auf seinem Katharinenhof die neue Skulpturenausstellung The Rhine Art. Auf dem weitläufigen und naturbelassenen Parkgelände, wo kein anglophiler Landschaftsgärtner eine Wasserwaage angelegt hat, stellen 60 internationale Künstler ihre Skulpturen aus. Die aufwendige Gesamtinstallation gleicht schon technisch und logistisch einer wahren Meisterleistung. Dem fantasiefähigen Flaneur blüht ein faszinierender Parcours der unterschiedlichsten Kreationen, die nicht selten auch eine humorvolle Deutung zulassen, vielleicht sogar provozieren. (Heinz Dietl)

Info: TheRhineArt, Bad Godesberg, Schweinheim, Venner Str. 51; bis 6. Oktober; geöffnet freitags 13-18 Uhr, samstags und sonntags 11-18 Uhr; Eintritt 4 Euro, Kinder sind frei; Tel. (0177) 76 34 600; www.therhineart.de